Zum Titelbild November 2013

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Etwa am Kulminationspunkt dieser Straße finden wir die Adresse Hoflößnitzstraße 56 mit einem in der Stützmauer (das Gelände steigt an) befindlichen Torbogen. Dieses Landhaus einschließlich der Einfriedung wurde 1912 von der Kötzschenbrodaer Baufirma Felix Sommer (vormals A. Neumann) fertig gestellt. In der Syenitmauer mit oberem Holzzaun steht der gemauerte und verputzte Torbogen in Form eines Korbbogens. Die Gestaltung einschließlich des zweiflügligen Holztores ist ausgewogen, innere Flanken und der Bogen werden wie auch der Schlussstein durch Staffelung der Kanten betont und die Verdachung folgt dem Bogen, hat jedoch an den Enden leicht gegenläufige Aufschwünge. Besonders gefällig wirkt hier die konkave Wölbung der Torflügeloberkanten, die mit dem Korbbogen ein liegendes Oval, quasi ein Auge, bilden. Die Torflügel sind im Spritzwasserbereich geschlossen, wirken aber im größeren Oberteil durch senkrechte, gedrechselte Stäbe transparent. Ein kräftiger Farbdreiklang betont die Gestaltung zusätzlich: Putz Gelbocker mit weißen Akzenten, alle Holzteile Opalgrün (etwa RAL 6026). In Nähe von Haus Hoflößnitz und Spitzhaustreppe gelegen, kommen auch viele Radebeulbesucher hier vorbei und können so diese Toranlage wahrnehmen.

Dietrich Lohse

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