Gesamtinhaltsverzeichnis 2018

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Heft 1/2018

Sascha Graedtke berichtet im Editorial über einen Fund im Radebeuler Stadtarchiv.

Angelika Guetter widmet sich in Anlässlich ihres 150. Geburtstages einen würdigenden Blick auf Käthe Kollwitz der aktuellen Ausstellung in Moritzburg

Bertram Kazmirowski gibt in Fingerzeige aus dem Gangstermilieu einen Einblick auf die Premiere von Brechts »Arturo Ui« an den Landesbühnen

Bertram Kazmirowski berichtet in Die Post denkt mit! Ein Nachtrag zum Grafikmarkt Anfang November 2017 zudem von einer bemerkenswerten Kuriosität

Dietrich Lohse erinnert in Reinhold Langner – »Zum Zweiten« (Teil1) an einen Künstler, der in Radebeul noch einige sichtbaren Spuren hinterlassen hat

Thomas Gerlach macht in Interieur Underground `89 auf die Eröffnung eines neuen Ausstellungsraumes im Lügenmuseum aufmerksam

Titelbild Januar 2018

Im Weinberg

Es ist für mich jedes Mal ein Erlebnis, besonders im Winter wenn Schnee liegt, unsere Weinberge zu durchstreifen.
Dabei ist faszinierend, wie diese künstlich geschaffene Terrassenlandschaft unter Bezug auf Höhenlinien den Hang horizontal gliedert. Das Interessante dabei sind die vertikal angelegten steilen Treppen, die funktionell die Nutzbarkeit der einzelnen Weinfelder ermöglichen.
Damit ergeben sich Schneisen mit steil aufragenden Natursteinmauern zur Linken und zur Rechten.
Besonders reizvoll sind die Entdeckungen von sogenannten „sekundär“ versetzten, behauenen Sandsteinen, d.h. Steine, die ehemals eine andere Funktion hatten, jedoch zum Wegwerfen zu schade waren. Auch damals wurde gespart.
Die grafische Gliederung wird oft unterstützt durch Unterstände bzw. Aussparungen in den Stützwänden, die dem Winzer bei Schlechtwetter Schutz vor Regen und starken Winden boten.
Ein Schluck vom Selbstgemachten mag ihm dabei durchaus die Zeit vertrieben haben.
Trotzdem ist der Aufstieg schweißtreibend und manchmal auch „atemberaubend“ wie auch der Ausblick auf unsere Stadt.

Dr. Dietmar Kunze

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Heft 2/2018


Ilona Rau erinnert im Editorial an den mit erst 29. Jahren verstorbenen David Schmidt, der sich mit vielfältigen sozialen und politischen Aktivitäten verdient gemacht hat. Ihm zu ehren wird an seinen Geburts- wie Sterbetag der David-Schmidt-Preis vergeben

Bertram Kazmirowski berichtet in Zum 90. Geburtstag von KMD i.R. Hans-Bernhard Hoch über den langjährigen Kantor der Radebeuler Friedenskirche

Dr. Marina Lienert beleuchtet in Bilz – Ein sächsischer Visionär die erfolgreichen Heilverfahren von Eduard Bilz

Thomas Gerlach macht in Malerei und Grafik von Renate Winkler in der Evangelischen Akademie Meißen auf die neue Ausstellung aufmerksam

Brigitte Schleinitz erinnert in Trauerrede für Karl Reiche an den kürzlich verstorbenen „Bauer Reiche“ mit seiner bewegten Lebensgeschichte aus Altkötzschenbroda

Gottfried Klitzsch lädt in Wilhelm Rudolph – Dresden 45 Zeichnungen, Lithographien, Holzschnitte in die kommende Ausstellung in der Hohen Straße 35 in Radebeul ein

Titelbild Februar 2018

Bismarckturm

Der Blick schweift vom Eggersweg hinauf zum Bismarckturm. Bismarck scheint ja in Radebeul in Mode gekommen zu sein, dass man »ihn« sogar besteigen möchte – zumindest sammelt man Geld für ihn resp. für das Bauwerk, welches nach ihm benannt wurde. Jedenfalls ist der Turm als Baumasse interessant.
Baugeschichtlich ist der Turm für mich nicht ganz so prickelnd – Wilhelm Kreis hat in späteren Jahren wesentlich Interessanteres gemacht, ich erinnere an das Hygienemuseum. Aber die damaligen Zeiten brauchten offensichtlich das Monumentale, das ja in den folgenden Jahrzehnten, ob polit-links oder polit-rechts auch sehr gepflegt wurde. Für mich ein Positives, Kreis hat zumindest das gleiche Material gewählt und verbauen lassen, wie das Baumaterial, welches den Turm in Form der Stützwände der Weinterrassen umgibt.

Dr. Dietmar Kunze

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Heft 3/2018

Im Editorial spricht Sascha Graedtke Fragen zur Stadtentwicklung in Radebeul-Ost und West an, zudem verbunden mit einem Seitenblick auf verbliebene Brachen im Stadtgebiet

Karin (Gerhardt) Baum macht in »Radebeuler Künstler – heute«
Überblicksschau anlässlich 35 Jahre Stadtgalerie, auf die aktuelle Ausstellung aufmerksam

Dr. Dietmar Kunze erinnert in seinem Nachruf Zum Ableben von Klaus Kaufmann an einen herausragenden Architekten

Karl Uwe Baum beschreibt in Ist das so…? Eine Nachbetrachtung zur Bürgerversammlung in Radebeul-West den derzeitigen Diskurs um das Sanierungsgebiet in Radebeul-West

Mit einer Entscheidung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen zum Radebeuler Lügenmuseum befasst sich Karl Uwe Baum im Artikel Sachsen dreht am Museumsrad

Ilona Rau macht in Bürgerbeteiligung- aber wie? Mut zur Mitgestaltung weiterer Pläne der Stadtentwicklung

Dietrich Lohse gibt in seinem Beitrag Nachtrag zum Artikel über Reinhold Langner nochmal vertiefende Informationen über das Schaffen des Künstlers

Titelbild März 2018

Grundhof

Der dargestellte Blick zum Südgiebel des Hauptgebäudes „Grundhof“ eröffnet sich aus einem kurzen Seitenweg parallel zum stark abfallenden Hang hinab zum Lößnitzgrund.
Das stattliche Hauptgebäude (ursprünglich um 1650 errichtet, in Folge diverse Umbauten) wird ergänzt durch eine Reihe von Solitären (Brunnenhäuschen), einem Nebengebäude und einem Gartensaal (leider ohne originalem Dach).
Besonders reizvoll erscheint der am südlichen Giebel des Hauptgebäudes befindliche Anbau mit dorischen Säulen (um 1800).
Der Gartensaal auf dem Grundstück diente Karl Kröner als Wohnstätte und Atelier.
Heute ist dieser bewohnt von Christiane und Gunther Herrmann.
Das Grundstück befindet sich in Privatbesitz.
Der malerische Reiz liegt für mich in der dargestellten „Hinterhofsituation“, an der Stellung des Hauses unmittelbar am Steilhang, quasi gehalten von der Grundstückseinfriedung damit es nicht abrutschen kann.
Die Straße ist nicht durchführend.

Dr. Dietmar Kunze

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Heft 4/2018


Im Editorial möchte Sascha Graedtke die Leserschaft für die zahlreichen schönen Einfriedungen in Radebeul sensibilisieren. Sie müssen nicht immer trennen und laden im Frühling zu einem Streifzug ein

Heinz Weißflog macht in „Im Spannungsfeld zwischen Heimat und Fremde“ Malerei, Grafik und Objekte von André Uhlig auf die aktuelle Ausstellung in der Radebeuler Stadtgalerie aufmerksam

Dr. Jens Baumann, Dr. Grit Heinrich und Roland Helmich verfassten in Abschied von einem Freund einen Nachruf für Rolf Schlagloth, Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Meißen

Frank Andert erinnert in Ein armer Teufel wünscht sich »die Hölle“ an den 200. Geburtstag des Zeichners und Schriftstellers Carl Reinhardt

Bertram Kazmirowski rezensiert in Rauschendes Sommermärchen im zeitigen Frühling die neuerliche Inszenierung des Sommernachtstraums an den Landesbühnen Sachsen

Denkmalpfleger Dietrich Lohse stellt in Schweizerhäuser in der Lößnitz eine ungewöhnliche Häusergattung in Radebeul vor

Titelbild April 2018

Meinhold’sches Turmhaus

Es muss ein heiterer Anblick gewesen sein auf der Hoflößnitzstraße, Ecke Weinbergstraße 10, auf das Meinhold’sche Turmhaus zuzulaufen. Im Hintergrund schwingt sich die Weinbergslage, rechts neben dem »Goldenen Wagen« zur ursprünglichen Höhendominante, empor zum Spitzhaus.

Doch dann, um 1907, geschah es, städtisch – nationales Selbstbewusstsein errichtet den Bismarckturm, zwischenzeitlich zum »Turm der Jugend« mutiert. Man muss diese neu geschaffene Dominante mögen.

Jetzt thront er über der elegant geschweiften Turmhaube und ist nicht mehr wegzudenken aus der Stadtsilhouette. Aber die Entscheidungssituation, geht der Weg nach rechts, die Weinbergstraße hinauf oder führt der Weg nach links zur Hoflößnitz, ist dann, je nach Tageslaune immer spannend oder: man überlegt bei einem Glas Wein, gekeltert von der Aust-Dynastie, ob das Skizzenbuch heute einfach steckenbleibt.

Dr. Dietmar Kunze

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Heft 5/2018

Im Editorial macht Sascha Graedtke auf das 25jährige Bühnenjubiläum des bekannten Kabarettensembles „Spötter-Trio“ aufmerksam, welches im Mai in der Coswiger Börse diesbezüglich einen Gala-Abend präsentieren wird

Dr. Jens Baumann berichtet in „25 Jahre Verein für Denkmalpflege und Neues Bauen Radebeul e.V.“ von der wechselvollen Geschichte des Vereins

Thomas Gerlach ergänzt aus anderer Sicht in Zwischen Traum und Wirklichkeit Gedanken zum vorangegangenen Beitrag

Bertram Kazmirowski erläutert in Veränderungen gestalten in Zeiten des Wandels über die Umstrukturierungen der katholischen Gemeinde in Radebeul und Umgebung

Karl Uwe Baum greift in Denkpause? wiederholt Gedanken zum Sanierungsgebiet in Radebeul-West und den damit verbundenen Problemen auf
Beitrag zur Denkmalpflege: Dietrich Lohse Umnutzung alter Gebäude, hier von Kulturdenkmalen

 

Titelbild Mai 2018

Am Eingang zum Lößnitzgrund

Wie bereits im März ist die Umrundung des Geländes rings um den Grundhof ein regelmäßiges „Muss“ für das Skizzieren.
Jedes Mal bin ich beeindruckt, mit welchem Feingefühl und Sinn für Proportion und Maß die Architekten Rometsch und Suppes (1906 / 1924) die Baulichkeiten des Grundhofes abrundeten.
Hier passierte kein Auftrumpfen, kein Protz, hier waltete Disziplin und ein Einfühlen in die überkommene Bausubstanz, heute würde man es „behutsames Weiterbauen“ nennen.
Städtebaulich gekonnt ist die Platzierung des Hauses Paradiesstraße 56 im Übergang zum Abfallen der Straße in den Lößnitzgrund.
Im Hintergrund vermittelt das Gebäude Paradiesstraße 58 mit seinem wohlgeratenen Dachreiter den Übergang zum Park und dem Giebel des Hauptgebäudes „Grundhof“ (siehe Titelblatt März).
Leider sind im Laufe der letzten Jahre Garagenbauten, wenn auch mit steilem Dach, hinzugekommen, die diese Gebäudestellungen im unmittelbaren Sichtbereich gelegen, eigentlich deutlich stören.
Aber, der Skizzierende kann diesen Makel wettmachen, indem er diese Baukörper zurückhaltend betrachtet, eine analoge Fotografie kann das nicht leisten.

Dr. Dietmar Kunze

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Heft 6/2018


Im Editorial berichtet Sascha Graedtke von einer gelebten Nachbarschaft in seinem Wohnumfeld

Karin (Gerhardt) Baum macht in »Sprösslinge mit Spass« Kunststudenten und Meisterschüler in der Radebeuler Stadtgalerie auf die aktuelle Ausstellung aufmerksam

Iris Wilhelm und Michael Mitzschke berichten in Denkmalpflege: Zwei Einladungen von Gartenpflege und Bauherrenpreis von aktuellen Themen

Karl Uwe Baum stellt in Kulturelle Bildung machen? zahlreiche Fragen an unser kulturelles Umfeld

Günter Baby Sommer lädt in XJAZZ in Radebeul zur neuen Reihe einer wachsenden musikalischen Radebeuler Tradition ein

Ilona Rau lädt in Einzug von »Michas Kuchenbude« in das ehemalige Lößnitzbad zum Besuch einer neuen gastronomischen Örtlichkeit ein

Denkmalpfleger Dietrich Lohse macht in Ein Moritzburger Teich im Wandel auf eine naturelle Moritzburger Besonderheit aufmerksam

Titelbild Juni 2018

Hohlweg, oberhalb des Strakengrundes

Das Motiv gibt in Andeutungen, der Bildausschnitt des Titelblattes ist begrenzt, einen Teil des Spazierweges zwischen Strakengrund und dem „Haus in der Sonne“ wider.

Der Weg ist, von oben kommend, anmutig geschwungen, links fällt der Blick über einen terrassierten Hang hinunter zum ehemaligen Bilz’schen Sanatorium und über die Stadt Dresden. Rechts entdeckt man ehemalige Weinterrassen, welche seit der Reblauskatastrophe nicht wieder aufgerebt wurden – entsprechende Hinweistafeln belehren uns darüber, wie die Natur sich das Ihre zurückerobert.

Geheimnisvoll knickt der Weg in Folge nach rechts unten ab und führt dann, wenn auch etwas steil, hinab zur Weinbergstraße (Hohlweg).

Die dargestellte Baugruppe folgt in ihrer Geschossigkeit dem stark abfallenden Hang.

Die Frage hat mich in der Vergangenheit immer bewegt: wie haben früher die Anwohner ihre Kohlen bekommen? und: Wo hat das Kohlenauto gewendet, denn unten ging’s nicht weiter – bis zu dem Zeitpunkt, als ein Heilsbringer eine Straße hat bauen lassen.

Also: heute ist das Problem geklärt, keine Frage mehr, zumindest für das Kohlenauto, falls noch jemand mit Kohlen heizt.

Dr. Dietmar Kunze

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Heft 7/2018

Im Editorial macht sich Ilona Rau über die unterschiedlich ausgeprägten Grußgewohnheiten zwischen Bayern und Sachsen Gedanken

André Schröder berichtet in Radebeuler Häuser und ihre Bauherren – der Grundhof detailliert von den wechselnden Eigentumsverhältnissen des eindrucksvollen Gebäudeensembles

Gudrun Täubert berichtet in Der »Grundhof« in Radebeul von einer Führung des Eigentümers für die Mitglieder des „Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen“

KUB legt wie immer scharfzüngig in Leitbulle voran? den Finger in die alltäglichen Wunden des menschlichen (Un-) Sozialverhaltens und findet Parallelen zu den Gesetzen in der Tier- und Pflanzenwelt

Dietrich Lohse verweist in Blitz und Donner – Und deren späte Auswirkungen in Radebeul und Umgebung mit Schlangenmotiven an ausgewählten Häusern auf einen seltenen Bauschmuck

Titelbild Juli 2018

An der Weinbergstraße, von oben

Die im Juniheft angesprochene Straße ermöglicht einen Blick auf das Anwesen Weinbergstraße 48 von oben – was für ein Glück für den Zeichner.
Rechts, auf halber Höhe das „Haus in der Sonne“, mit stark wechselnder Geschichte, nach Süden ist der Blick frei über die Oberlößnitz mit Lutherkirche bis hinüber, überelb’sch, auf die Höhen des Elbtales.
Die Hausgruppe Weinbergstraße 48 und 48a ist bzw. wird mittlerweile saniert und wohl einer etwas gehobenen Wohnnutzung zugeführt.
Der Reiz des Standortes ist die Tiefenstaffelung bis hinüber auf die andere Elbseite.
Der Turm der Lutherkirche bildet dabei eine für den Zeichner willkommene vertikale Zäsur für die Skizze.
Fazit: Die neu angelegte Straße ist doch ein Highlight für die Betrachtung unserer Stadt von oben.

Dr. Dietmar Kunze

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