Zum 14. Mal in Folge

Das neue „Radebeuler Mosaik“ ist erschienen

Hat sich was mit Altersruhe! Die Mitglieder des Radebeuler Autorenkreises „Schreibende Senioren“ beobachten nach wie vor sehr genau, was um sie herum passiert. Gebündelt mit Jahrzehnten an Lebenserfahrung schreiben sie dann auf, was sie umtreibt. Und geben seit fast eineinhalb Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit einen jährlichen Almanach heraus, der ihre Arbeit bündelt. Das „Radebeuler Mosaik“ des Jahres 2011 trägt die Nummer 14. und gefüllt wurde es mit Prosa und Lyrik von insgesamt 15 Männern und Frauen, die allesamt in jenem Alter leben, das eigentlich zur Ruhe und Besinnlichkeit aufrufen soll. Doch das “Mosaik Nr. 14” erweist sich – wie schon all seien Vorgänger als das glatte Gegenteil. Aus dem Blickwinkel der eigenen Lebenserfahrung betrachtet Elfriede Howard bspw. in einem Gedicht den Kontinent “Europa”. Das lässt sie mit den Worten enden “… doch ein einig Europa um jeden Preis – ist ein va banque Spiel…”

Radebeuler Mosaik, 14. Ausgabe

Roswitha Bach – als jüngster Zugang des Autorenkreises – steuert dem Almanach einen fiktiven Brief an ihre Tochter bei. Spricht darin in behutsamen Worten den immer währenden Konflikt der Generationen an. Wolfgang Krimmling dagegen macht sich Gedanken um den Sinn von Wortschöpfungen und macht sie u.a. deutlich an dem Begriff „Frauenfussball“. Der heute 82-jährige promovierte Chemiker Lothar Trampau erinnert sich in einer Geschichte – er hat sie „Spargelfahrt“ genannt – sehr humorvoll an die traditionelle jährliche Busfahrt nach Diesbar Seußlitz zur „Spargelzeit“. Käte Neumann schließlich – die als Bibliothekarin ihr Leben lang mit Büchern und Autoren zu tun hatte – macht sich interessante Gedanken über das Schreiben schlechthin.

Auf rund 130 Seiten haben die „Schreibenden Senioren“ in der Nummer 14 ihres „Mosaiks“ zusammengetragen, wo sie der Schuh drückt, aber auch, was sie so alles für aufschreibenswert erachteten. Das Buch kann man – wie immer – für eine Schutzgebühr von 3 € erwerben. Entweder direkt bei Frau Käte Neumann oder über den Radebeuler NOTschriftenverlag.

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Ein Trackback

  1. […] „Radebeuler Mosaik“, das erste erschien 1998 mit gerade mal 55 Seiten Umfang, das Aktuelle trägt bereits die Nr. 14 und kann auf 135 Seiten verweisen, ist längst zum Sammelobjekt […]

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