Gesamtinhaltsverzeichnis 2019

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Heft 1/2019

Im Editorial erinnert Sascha Graedtke an das bevorstehende 30. Jahr der Wende und freut sich auf den humorigen „Wende“ – Autor Thomas Rosenlöcher, der uns in diesem Jahr mit Texten durch das Jahr begleiten wird

Jens Baumann macht in Denkmalschutz und Neues Bauen auch 2019 detailliert auf geplante Termine und Veranstaltungen im kommenden Jahr aufmerksam

Dietmar Kunze bedankt sich in Eine Schlossherrin verlässt die Insel für die Lebensleistung von Ingrid Möbius, die nach Jahrzehnten die denkmalpflegerische Leitung von Schloss Moritzburg aufgrund ihres wohlverdienten Ruhestands aufgibt

Gewohnt kritische Kommentare zur Kultur und ihrer Lebenswirklichkeit gibt KUB in Neue Sitten – gute Sitten?

Tobias Märksch entführt uns in Wann beginnt Weihnachten? gedanklich an die intendierte Bedeutung des Festes

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr: „Stille“

Titelbild Januar 2019

Die Kirche zu Reichenberg

Außer den baugeschichtlichen Daten erscheint uns die Reichenberger Kirche durch ihre Lage interessant. In der Randlage des Ortes liegt sie auf der Kuppe eines eiszeitlichen Moränenausläufers. So hat man von Südwesten kommend einen guten Blick auf Kirche und Friedhof in der Landschaft.
Der romanische Ursprung der Kirche wird durch eine kleine Tür auf der Südwestseite und den alten Taufstein, der längere Zeit bepflanzt im Pfarrgarten war und jetzt wieder in der Kirche steht, dokumentiert. Diesen massigen, runden Stein ziert allein ein Rundbogenfries am oberen Rand. Durch Um- und Anbauten von 1513/14 zeigt sich die spätgotische Zeit außer einer Tür auf der Südseite im Chor am prägnantesten. Die Kanzel von 1620 dagegen weist Merkmale der Renaissance auf, während der Turm aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ein barockes Bauprinzip hat, das so oder ähnlich in Mittelsachsen oft zu finden ist: aus dem Dach des Langhauses wächst der viereckige Turm heraus, geht ab dem First des Langhauses in ein verschiefertes Achteck über und schließt mit Haube und hoher Spitze mit Wetterfahne ab. Aus der Barockzeit stammen die Emporen, deren Brüstungsmalerei kürzlich restauriert wurde, und ein zweites Taufbecken mit kräftiger Farbigkeit.
Wenn wir genau hinschauen erkennen wir alle vier Hauptbaustile – in diesem Zusammenspiel erleben wir die ganze Baugeschichte der schönen Dorfkirche.
In früheren Zeiten, als es die Radebeuler Lutherkirche noch nicht gab, gingen übrigens auch die Wahnsdorfer Bauern in die Reichenberger Kirche. Dieser Weg war kürzer als jener von Wahnsdorf nach Kaditz.

Dietrich Lohse

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Heft 2/2019

Im Editorial setzt sich Karl Uwe Baum gewohnt kritisch mit der weiteren kulturellen Entwicklung der Stadt und deren diesbezüglichen Baustellen auseinander

Im Beitrag Ein Denkmal, zwei Orte, drei Männer nähert sich Bertram Kazmirowski mit Felix Wach einer prominenten Persönlichkeit in der Geschichte Radebeuls zu Zeiten des Nationalsozialismus und dessen Folgen für das kulturelle Gedächtnis

Bühnenbildnerin Ulrike Kunze würdigt in ihrer Laudatio das Lebenswerk ihrer Kollegin Helga Alschner deren ausgewählte Figurinen in der Ausstellung „Kleider machen Leute“ bei Gräfes WEIN&fein zusehen sind

Bertram Kazmirowski traf sich anlässlich ihres baldigen Ruhestands mit der langjährigen leitenden Bibliothekarin Carola Aschenbach

Denkmalpfleger Dietrich Lohse entführt uns mit „Steinerne Wegweisersäulen in Radebeul“ wieder zu kulturhistorischen Zeugnissen in unserer Heimatstadt

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr: “Schneegesicht”

Titelbild Februar 2019

„Rund um Moritzburg“: Moritzburg, Fasanerie Nr. 3

Das Haus, besser gesagt ein Gebäudeensemble, in der Nähe des Fasanenschlösschens hatte ich schon lange vor, es einmal näher zu betrachten. Mit Wohnhaus und Scheune daneben ähnelt es schon einem Bauernhof, aber die sehen in sächsischen Dörfern üblicherweise anders aus. Zwei fast würfelförmige (gleiche Seitenlängen) Häuser mit hohen, zeltartigen Mansarddächern stehen sich, vor einer langen Natursteinmauer einen Hof bildend, gegenüber. Errichtet wurde es 1773 – die Zahl 1976 in der Wetterfahne bezieht sich auf eine Instandsetzung durch Familie Zenker. Aber welchem Zweck hat das heutige Wohnhaus eines Falkners eigentlich gedient? Der Begriff Gondelhaus führt da in die richtige Richtung!

Der sächsische Herrscher August III. hatte gerade den Siebenjährigen Krieg verloren, liebte aber trotzdem nachgespielte Seeschlachten auf dem Großteich. Eine Kulisse aus der Zeit ist der benachbarte, heute noch existierende Leuchtturm. Die dafür benötigten Boote bzw. Gondeln, wurden damals in einem nicht mehr vorhandenen Bootshaus nördlich vom Wohnhaus untergestellt und gewartet. Ohne Könige und deren Vergnügungen hatte das Bootshaus dann aber keine Funktion mehr und verfiel. Was übrig blieb, ist das Wohnhaus des Gondelführers nebst Scheune von interessanten Proportionen.

Dietrich Lohse

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Heft 3/2019

Im Editorial beschreibt Bertram Kazmirowski eine humorige Vorschau auf die weitere Zusammenarbeit mit der in Rente entlassenen Stadtgaleristin Karin Baum

In „Aus einer Rede von Thomas Gerlach. Schlüsselübergabe in der Stadtgalerie“ hält der Laudator in bewährter Form eine Nachschau auf die vielen Jahre von und mit Karin Baum

Gudrun Täubert macht in »Die Diele« – eine Einstimmung auf die kommende Bauherrenpreisvergabe in diesem Jahr aufmerksam

Bertram Kazmirowski besuchte in »Draußen vor der Tür« die Premiere von Wolfgang Borcherts Antikriegsstück auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Dietrich Lohse entführt uns mit „Sprichwörter rund um mittelalterliche Burgen“ in interessante sprachgeschichtliche Wendungen, die sich bis heute in gewandelter Form erhalten haben

Burkhard Zscheischler und Gudrun Täubert machen in “Mein Naundorf lob ich mir” auf das 875. Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung eines Radebeuler Stadtteiles aufmerksam

Karl Uwe Baum bespricht in »Wohnst Du noch…?« Gedanken zum Wohnen in Radebeul gewohnt kritisch die Mietpreisentwicklung und deren Auswirkungen auf die Sozialstruktur der Stadt

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr: „An die Seife“

Titelbild März 2019

„Rund um Moritzburg“:

Die ehemalige Boxdorfer Windmühle

Das März-Titelbild zeigt uns ein markantes Bauwerk, das in seiner Geschichte mehrere Funktionen hatte. Man spricht heute noch von der Boxdorfer (OT von Moritzburg) Windmühle, auch wenn sich da schon lange kein Rad mehr dreht. Der Standort ist auf der Kuppe des Gallberges (239,5m NN), der so heißt, weil ganz früher an der Stelle eine Richtstätte mit Galgen war. Hier stand bis zum Brand im Jahre 1848 zunächst eine hölzerne Bockwindmühle, die im Jahr darauf dann durch eine massive Holländer-Windmühle mit einem Mahlgang ersetzt wurde. Das Prinzip einer Holländer-Mühle ist ein massiver Fuß und Schaft, oben darauf der drehbare Kopf mit Flügeln. Das Ende dieser Mühle ist uns bekannt – es war der 27. Juni 1887, als ein Blitz einschlug. 1908 schließlich wurde oben eine Plattform mit Zinnenkranz errichtet. Fortan diente der Mühlenstumpf als Aussichtsturm und zeitweise auch als Wohnung.
Auf einem Frühwerk des Dresdner Künstlers Hermann Glöckner von 1912 erkennen wir diesen Aussichtsturm. Der weithin sichtbare Charakter des Mühlenstandortes wurde inzwischen durch Baumpflanzungen und neuere Wohnhäuser am Gallberg etwas verwischt. Seit der letzten Renovierung sind ein paar Jahre vergangen, der weiße Turm mit seinen schrägen Wänden ist vergraut und man sollte mal über einen neuen Anstrich nachdenken.

Dietrich Lohse

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Heft 4/2019


Im Editorial stellt Redakteur Sascha Graedtke das neue Konzept zur Archivierung des kompletten Bestands der „Vorschau“ vor und ermuntert alle Interessierten, an ausgewählten Auslagestellen auch überzählige Bestände aus zahlreichen Jahren mitnehmen zu können.

Jens Baumann und Jörg Müller vom „verein für denkmalpflege und neues bauen“ machen in ihrem Beitrag auf die Auslobung für den 18. Bauherrenpreis der Stadt Radebeul 2019 aufmerksam.

Sascha Graedtke besuchte mit „Pariser Leben“ den 5. Bühnenball an den Landesbühnen Sachsen und schildert Impressionen vom überaus bunten Theaterabend.

Karl Uwe Baum berichtet vom nunmehr 15. Dresdner Geschichtsmarkt und seiner Teilnahme zum Thema des nichtprofessionellen Theaters. Erstmalig war in Vertretung von Karin Baum auch „Vorschau & Rückblick“ erstmalig vertreten.

Bernd Uhlemann beschreibt in seinem zweiteiligen Beitrag 25 Jahre Krankenhausneubau Radebeul den spannenden Weg der ersten Planungen bis zur Fertigstellung des komplexen Gebäudeensembles.

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr: „Im Garten wuchs schon Krokus“

Titelbild April 2019

Pavillons am Schloss Berbisdorf

Heute sind wir außerhalb der Großgemeinde Moritzburg, im Bereich der Promnitztal-gemeinden angekommen. Ein rund um Moritzburg gedachter Zirkelschlag schließt aber auch Berbisdorf ein. Dieses Schloss steht auf einer Insel, der Schlossteich wird vom Flüsschen Promnitz gespeist. Hier stand ganz früher eine mittelalterliche Wasserburg. Diese wurde ab 1666 durch den Kammerherrn Hans Siegmund von Ziegler zu einem dreiflügligen Renaissancebau umgestaltet. In der ersten Hälfte des 18. Jh. fügte man auf der Westseite ein Barockportal an. In der gleichen Zeit entstanden die beiden massiven, barocken Pavillone auf der Nahtstelle zwischen Schloss und Rittergut. 1878 und 1889 (Treppenturm) gab es weitere An- und Umbauten am Schloss, die jedoch die Gestaltung kaum verbesserten. Nach 1945 wurde das Schloss nicht abgerissen, sondern diente von 1977 – 90 als Kinderheim und danach als Internat und Ausbildungsstätte für LPG-Lehrlinge. Nach Leerstand ging es in Dresdner Privatbesitz über und wird in Etappen langfristig saniert.
Die Pavillons und eine Zaunflucht zwischen beiden sind inzwischen fertig gestellt. Der größere, südliche Pavillon dient als Cafe’, das im Sommerhalbjahr von Frau Strehle, der Mutter des Eigentümers Kay-Uwe Strehle im Innen- und Außenbereich bedient wird. Da ich 2018 bereits da war, kann ich einen Besuch nur empfehlen. Ich habe wegen der Lichtverhältnisse eine Seitenansicht ausgewählt, auch weil die Schauseite derzeit noch einen geschlossenen Eindruck macht.

Dietrich Lohse

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Heft 5/2019

Im Editorial erinnert Sascha Graedtke an Erfahrungen aus dem Wendejahr von 1989 und ermuntert unsere Leserinnen und Leser uns auch ihre Geschichten zu erzählen

Karin Baum widmet sich in „Die Quadratur des Kreises“ mit einer ausführlichen Analyse wiederholt dem komplexen Thema der Stadtentwicklung in Radebeul-West

Manfried Eisbein behandelt in „Bewahren von Fachwerk, Holzkonstruktionen und Kunstwerken aus Holz“ denkmalpflegerische Aspekte in der Holzbehandlung

Evelies Baumann lädt in ihrem Beitrag
„Unikate aus Porzellan in Coswig“ zur aktuellen Ausstellung
„Weißer Elefant“ in der Karrasburg ein

Bernd Uhlemann berichtet im zweiten Teil „25 Jahre Krankenhausneubau Radebeul“ wieder zur Geschichte der Klinik

Denkmalpfleger Dietrich Lohse nähert sich in „Gab es beim ehemaligen „Haus der Kunst“ einen Vorgängerbau?”  einem historischen Grundstück im Herzen von Radebeul

Mit Thomas Rosenlöcher durch das Jahr

Titelbild Mai 2019

Kleine Kirche in Steinbach / OT von Moritzburg

Die Kirche befindet sich zwischen Wiesen und Feldern inmitten des Friedhofs mit herrlicher Baumkulisse am Nordrand der Gemeinde Steinbach – früher bestand eine Zugehörigkeit zum nördlichen Naunhof, heute wird sie vom Pfarramt Bärnsdorf betreut. Merke: kommunale und kirchliche Zugehörigkeit sind nicht immer das gleiche!
Die Baugeschichte zeigt eine „gewachsene Kirche“ – romanische und gotische Details lassen den Ursprung erahnen, eine erste schriftliche Erwähnung erfolgte aber erst 1441. Der geschnitzte Renaissance-Altar von 1450, Reste von älterer Wandmalerei und ein Taufstein, der Stilmerkmale der Romanik zeigen, alles eher schlicht als prunkvoll. Noch erwähnenswert ist die klangschöne Orgel (Gotthilf Bärmig) von 1863.
Auch der Aufbau der Kirche ist einfach: rechteckiges Kirchenschiff, nach Osten, ein etwas kleinerer, rechteckiger Chor, kleine Anbauten je auf der W- und N-Seite. Schiff und Chor sind massiv aufgemauert und verputzt, die Putzfarbe ist ein gebrochenes Weiß. Beide Hauptgebäudeteile haben mit roten Biberschwanzziegeln gedeckte Satteldächer in differenzierter Höhe. Im Dach über dem Schiff befinden sich zwei Fledermausgaupen auf der S-Seite und darüber ein eingeschieferter Dachreiterturm.

Dietrich Lohse

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Heft 6/2019


Im Editorial stellt Sascha Graedtke einige konzeptionelle Überlegungen zur “Vorschau” in Hinblick auf die Druck- und Online-Ausgabe vor. Zudem erfolgt eine literarische Einladung des Vereins für Monat September

Geschäftsführer Dr. Christian Wacker des Radebeuler Karl-May-Museums macht mit „IndianerArt“ auf die aktuelle Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul aufmerksam

Michael Mitzschke lädt interessierte Bürger zur diesjährigen Bauherrenpreiswanderung durch die Oberlößnitz ein

Bertram Kazmirowski besuchte die Premiere des Rockmusicals „Hair“ an den Landesbühnen Sachsen

Thomas Gerlach hielt die Laudatio für die aktuelle Ausstellung „Von hier aus“ – Malerei und Grafik von Friedrich Porsdorf in der Hoflößnitz

Anlässlich des bevorstehenden X-Jazz Festivals Mitte Juni in Radebeul, führte Sascha Graedtke in „Sehnsucht nach Chaos und Ordnung“ ein Interview mit Anna Mateur, die ihr Programm in den Landesbühnen Sachsen präsentieren wird

Karin (Gerhardt) Baum nähert sich mit „Nicht nur Ost-West-Spagat in Radebeul“ wiederholt den Bemühungen der Bürgerschaft, die beiden Stadtteile Urbanität zu beleben

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr

Buchempfehlung: Lesetipps im Bücherfrühling 2019! (Dieser Beitrag ist im Juni nur online verfügbar.)

Titelbild Juni 2019

„Ehemaliges Auszugshaus“, Kötzschenbrodaer Str. 47 in Dippelsdorf (OT von Moritzburg)

In unserer Region sind die Begriffe Auszugshaus oder Altenteil üblich in solchen Gehöften, wo es neben dem großen Wohnhaus, Scheune und Stall noch ein kleineres Wohnhaus gibt, in dem der Altbauer mit seiner Frau wohnte. „Das Sagen“ hatte dann schon der Bauer (meist der Sohn), der das große Wohnhaus bewohnte. Die Alten sind, soweit das gesundheitlich möglich war, zum Teil noch in den bäuerlichen Tagesablauf eingebunden gewesen. Das leitete dann über in eine Zeit, in der die Alten von der Familie des Bauern versorgt und gepflegt wurden – sozialer Zusammenhalt ist keine Erfindung der Neuzeit!

Hier haben wir nun ein recht kleines Auszugshaus (Kulturdenkmal), das durch die Lage an einer Straßenkreuzung und die Art der erfolgten Sanierung jedem angenehm auffällt, der hier vorbeikommt. Die Architektin Claudia Beger hat das leer stehende Gebäude aus dem 18. Jh. im elterlichen Grundstück zusammen mit guten Handwerkern behutsam saniert und für eine eigene Nutzung hergerichtet. Im Landeswettbewerb „Ländliches Bauen“ 2017 fand es sogar Anerkennung. Mir gefiel besonders die Behandlung des Fachwerks (alt und neu im Verbund) und die neue Schieferdeckung als Rechteck-Einfachdeckung mit ansteigenden Gebinden – eine Deckungsart, die früher in Sachsen häufig war und heute eher selten vorkommt.

Dietrich Lohse

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Heft 7/2019

Im Editorial blickt Sascha Graedtke auf den prall gefüllten Radebeuler Veranstaltungskalender des Monats Juni zurück.

Karl Uwe Baum würdigt das langjährige Engagement der Kultur- und Werbegilde hier in Hinblick auf den jüngsten Kindertag in Altkö.

Sascha Graedtke erinnert in Rückblick und Gedanken zu den 28. Karl-May-Festtagen an die Entwicklung des Festes in fast drei Jahrzehnten.

Angelika Guetter besuchte mit „Katja Kabanowa“ die Opernpremiere von Leoš Janá?ek an den Landesbühnen Sachsen.

Angelika Guetter macht in Rembrandt – Die Genialität eines Malers zwischen Hell und Dunkel, auf die aktuelle Ausstellung im Kupferstichkabinett in Dresden aufmerksam.

Dietrich Lohse gibt in Briefmarkensammeln – Gestern und Heute einen Einblick in ein über Jahrzehnte gepflegtes Hobby.

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr

Titelbild Juli 2019

Bauwerke rund um Moritzburg

Forsthaus Kreyem / OT von Coswig

Ja, es gab im 16. Jh. einmal ein Dorf Kreyern – davon übrig geblieben ist jedoch nur das Forsthaus an der Spitzgrundstraße. Auf Geheiß von Kurfürst August wurden 41 Bauern von Kreyern 1556/57 nach Coswig und Zaschendorf umgesiedelt. August wollte im Friedewald der Wildtierhege und der Jagd den Vorrang geben. Zunächst wurde hier ein kurfürstlicher Gutshof errichtet, aus dem 1628 das Forsthaus (Baumeister Ezechiel Eckhardt) hervorging. Zum Gutshof gehörte ein großer. südöstlich gelegener Ochsenstall, der 1820 abgebrochen worden war. Es ist bekannt, dass Mist aus diesem Stall über längere Zeiträume mit Pferdekarren als Dünger in die kurfürstlichen Weinberge der Lößnitz gefahren wurde. Bis zu einem Brand im Jahre 1847 war das Obergeschoss mit sichtbarem Fachwerk versehen und ähnelte so ein wenig unserer Hoflößnitz (gleicher Baumeister!) In den beiden Seitengebäuden waren früher Stallungen. 2004/05 erfolgte eine umfassende Sanierung unter denkmalpflegerischer Betreuung, Von den Wiesen neben dem Lockwitzbach gibt es interessante Blicke zum Forsthaus, das jetzt eine Dienststelle des Staatsbetriebes Sachsenforst ist.

Dietrich Lohse

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Heft 8/2019


Gegenstand des Editorials von Ilona Rau sind Gedanken um die sich zum Teil verändernde Würdigung der engagierten Bürgerschaft bei Festumzügen und öffentlichen Präsentationen.

Ko-Kuratorin Karin (Gerhardt) Baum macht in ihrem ausführlichen und gleichermaßen fundierten Beitrag auf die aktuelle Käthe-Kuntze-Gedenkausstellung in der Stadtgalerie aufmerksam.

Gudrun Täubert berichtet in „Häuser und ihre Besitzer“ von einem Besuch mit Mitgliedern des „vereins für denkmalpflege und neues bauen“ in der „Villa Annabella“.

Thomas Gerlach hielt die Laudatio zur Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Ines Hoferick in Hoflößnitz.

Ulrike Kunze gibt in der Nachschau einen Stimmungsbericht zum 4. Mal X-JAZZ in Radebeul.

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr.

Titelbild August 2019

Bahnhof der Lößnitzgrundbahn in Moritzburg

Dieser Bahnhof liegt etwa in der Hälfte der 1884 fertig gestellten Schmalspurbahnstrecke (Spur =750mm) von Radebeul nach Radeburg (Länge =16,5km). Das seit 1884 bestehende Gebäude ist ein Kulturdenkmal, genauer gesagt ein Denkmal der sächsischen Verkehrsge-schichte. Wenn man das Alter des Bahnhofs sieht – 137 Jahre – hat sich in der Zeit nur wenig geändert. In der Mitte der zweigeschossige Hauptbau mit eingeschossigen, etwa gleich langen Flügelbauten nach NO und SW, darüber jeweils flache Satteldächer – die Form entsprach in etwa den damals in Mode gekommenen Schweizerhäusern. Der nordöstliche Flügel wurde 1911 verlängert, um mehr Raum zu schaffen und es ist durchaus möglich, dass die in den alten Bauzeichnungen zu erkennenden, an den Firstenden aufragenden Holz-Zierspitzen (vergl. Schweizerhäuser!) gar nicht ausgeführt worden sind, denn auf einem historischen Foto von 1910 gibt es solche Spitzen nicht.

2004 /05 erfolgte die letzte durchgreifende Instandsetzung des Bahnhofs. Das Ergebnis kann sowohl durch Materialwahl (Schieferdach und senkrechte Verbretterung des OG) und die Farbgestaltung (Brettschalung zuvor vergrautes Braun, jetzt lichtes Grün und Putzflächen in Hellocker) durchaus den Fahrgästen, die hier ein- und aussteigen gefallen.

Dietrich Lohse

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Heft 9/2019

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