Im Editorial setzt sich Karl Uwe Baum gewohnt kritisch mit der weiteren kulturellen Entwicklung der Stadt und deren diesbezüglichen Baustellen auseinander

Im Beitrag Ein Denkmal, zwei Orte, drei Männer nähert sich Bertram Kazmirowski mit Felix Wach einer prominenten Persönlichkeit in der Geschichte Radebeuls zu Zeiten des Nationalsozialismus und dessen Folgen für das kulturelle Gedächtnis

Bühnenbildnerin Ulrike Kunze würdigt in ihrer Laudatio das Lebenswerk ihrer Kollegin Helga Alschner deren ausgewählte Figurinen in der Ausstellung „Kleider machen Leute“ bei Gräfes WEIN&fein zusehen sind

Bertram Kazmirowski traf sich anlässlich ihres baldigen Ruhestands mit der langjährigen leitenden Bibliothekarin Carola Aschenbach

Denkmalpfleger Dietrich Lohse entführt uns mit „Steinerne Wegweisersäulen in Radebeul“ wieder zu kulturhistorischen Zeugnissen in unserer Heimatstadt

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr: „Schneegesicht“

 

Im Februarheft lesen sie:

  • Bertram Kazmirowski
    Ein Denkmal, zwei Orte, drei Männer
  • „Kleider machen Leute“ – Helga Alschner
  • Evelies Baumann
    „Bühne frei fürs Puppenspiel“
  • Bertram Kazmirowski
    Bibliothekarin aus Leidenschaft
  • Sigrid Kleint
    Indischer Abend im Autohaus Gommlich mit vier Radebeuler Firmen
  • Dietrich Lohse
    Steinerne Wegweisersäulen in Radebeul
  • Thomas Gerlach
    Radebeuler Miniaturen
  • Glosse
  • Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr

 

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„Rund um Moritzburg“: Moritzburg, Fasanerie Nr. 3

Das Haus, besser gesagt ein Gebäudeensemble, in der Nähe des Fasanenschlösschens hatte ich schon lange vor, es einmal näher zu betrachten. Mit Wohnhaus und Scheune daneben ähnelt es schon einem Bauernhof, aber die sehen in sächsischen Dörfern üblicherweise anders aus. Zwei fast würfelförmige (gleiche Seitenlängen) Häuser mit hohen, zeltartigen Mansarddächern stehen sich, vor einer langen Natursteinmauer einen Hof bildend, gegenüber. Errichtet wurde es 1773 – die Zahl 1976 in der Wetterfahne bezieht sich auf eine Instandsetzung durch Familie Zenker. Aber welchem Zweck hat das heutige Wohnhaus eines Falkners eigentlich gedient? Der Begriff Gondelhaus führt da in die richtige Richtung!

Der sächsische Herrscher August III. hatte gerade den Siebenjährigen Krieg verloren, liebte aber trotzdem nachgespielte Seeschlachten auf dem Großteich. Eine Kulisse aus der Zeit ist der benachbarte, heute noch existierende Leuchtturm. Die dafür benötigten Boote bzw. Gondeln, wurden damals in einem nicht mehr vorhandenen Bootshaus nördlich vom Wohnhaus untergestellt und gewartet. Ohne Könige und deren Vergnügungen hatte das Bootshaus dann aber keine Funktion mehr und verfiel. Was übrig blieb, ist das Wohnhaus des Gondelführers nebst Scheune von interessanten Proportionen.

Dietrich Lohse

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