Im Editorial erinnert Sascha Graedtke an das bevorstehende 30. Jahr der Wende und freut sich auf den humorigen „Wende“ – Autor Thomas Rosenlöcher, der uns in diesem Jahr mit Texten durch das Jahr begleiten wird

Jens Baumann macht in Denkmalschutz und Neues Bauen auch 2019 detailliert auf geplante Termine und Veranstaltungen im kommenden Jahr aufmerksam

Dietmar Kunze bedankt sich in Eine Schlossherrin verlässt die Insel für die Lebensleistung von Ingrid Möbius, die nach Jahrzehnten die denkmalpflegerische Leitung von Schloss Moritzburg aufgrund ihres wohlverdienten Ruhestands aufgibt

Gewohnt kritische Kommentare zur Kultur und ihrer Lebenswirklichkeit gibt KUB in Neue Sitten – gute Sitten?

Tobias Märksch entführt uns in Wann beginnt Weihnachten? gedanklich an die intendierte Bedeutung des Festes

Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr: „Stille“

Im Januarheft lesen sie:

  • Editorial
  • Jens Baumann
    Denkmalschutz und Neues Bauen auch 2019
  • Dietmar Kunze
    Eine Schlossherrin verlässt die Insel
  • Gudrun Täubert
    Zur Ausstellung der Malgemeinschaft der Stadtgalerie Radebeul
    in der Bibliothek Radebeul-Ost
  • Birgit Ebert
    Heilpflanzen: Salbei
  • Ortsgruppe Moritzburg
    Das Doppeljubiläum der Churfürstlichen Waldschänke Moritzburg
  • Rolf Haußig
    Jubelchöre für Lore Weise
  • KUB
    Neue Sitten – gute Sitten?
  • Tobias Märksch
    Wann beginnt Weihnachten?
  • Sebastian Storz/ Susanne Reichle
    „Jugend-Bildungsarbeit Baukultur“ in der Schule
  • Mit Thomas Rosenlöcher poetisch durch das Jahr
  • Thomas Gerlach
    Radebeuler Miniaturen

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Die Kirche zu Reichenberg

Außer den baugeschichtlichen Daten erscheint uns die Reichenberger Kirche durch ihre Lage interessant. In der Randlage des Ortes liegt sie auf der Kuppe eines eiszeitlichen Moränenausläufers. So hat man von Südwesten kommend einen guten Blick auf Kirche und Friedhof in der Landschaft.
Der romanische Ursprung der Kirche wird durch eine kleine Tür auf der Südwestseite und den alten Taufstein, der längere Zeit bepflanzt im Pfarrgarten war und jetzt wieder in der Kirche steht, dokumentiert. Diesen massigen, runden Stein ziert allein ein Rundbogenfries am oberen Rand. Durch Um- und Anbauten von 1513/14 zeigt sich die spätgotische Zeit außer einer Tür auf der Südseite im Chor am prägnantesten. Die Kanzel von 1620 dagegen weist Merkmale der Renaissance auf, während der Turm aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ein barockes Bauprinzip hat, das so oder ähnlich in Mittelsachsen oft zu finden ist: aus dem Dach des Langhauses wächst der viereckige Turm heraus, geht ab dem First des Langhauses in ein verschiefertes Achteck über und schließt mit Haube und hoher Spitze mit Wetterfahne ab. Aus der Barockzeit stammen die Emporen, deren Brüstungsmalerei kürzlich restauriert wurde, und ein zweites Taufbecken mit kräftiger Farbigkeit.
Wenn wir genau hinschauen erkennen wir alle vier Hauptbaustile – in diesem Zusammenspiel erleben wir die ganze Baugeschichte der schönen Dorfkirche.
In früheren Zeiten, als es die Radebeuler Lutherkirche noch nicht gab, gingen übrigens auch die Wahnsdorfer Bauern in die Reichenberger Kirche. Dieser Weg war kürzer als jener von Wahnsdorf nach Kaditz.

Dietrich Lohse

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