Editorial Dezember 18

Man war versucht den Herbst zu verpassen.
So weit reichten die sommerlichen Temperaturen in das späte Jahr hinein.
Und fast vermisste man schon die „ungemütlich-gemütlichen“ grau kaltnassen Novembertage, hätten da jahreszeitbedingt nicht doch die Blätter in den leuchtendsten Farben tanzend den Weg zum Boden gesucht.
Nun wurde das letzte Laub beflissen von den Gehwegen gefegt, als wolle man für die kommenden betriebsamen Wochen Laufstege schaffen.
Denn da ist sie wieder, die vorweihnachtliche Zeit die so viel schneller läuft.
Mit all ihren Facetten durchdringt sie wieder unentrinnbar Mensch und Gesellschaft. Oder, Gesellschaft und Mensch?
Ja, alle Jahre wieder eben. – Der Spagat zwischen zwanghaftem Konsum und innerer Einkehr. Zwischen Wunsch, Gleichmut und Unvermögen.
Und dann der alljährlich bange Blick in die Welt zwischen Hoffnung und Resignation. Der einst scheinbar so fernen Welt, welche mehr und mehr vor die eigene Haustür zu rücken scheint. Weihnachtsfriede kann wohl nur aus einem selbst kommen.
In der Rückschau bleibt uns die „Vorschau“. In diesem Sinne!

Liebe Leserinnen und Leser, im Namen der Redaktion wünschen wir Ihnen eine schöne wie friedvolle Advents- und Weihnachtszeit und glückvolle Momente im kommenden Jahr.
Bleiben Sie unserem Heft auch künftig gewogen!
Schließlich bleibt still zu hoffen, dass das allzu trockene Jahr für Kinder und Gemüt in winterliches Weiß gehüllt ausklingen möge.

Sascha Graedtke

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