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Nur wenige Spazierminuten vom Wohnatelier der Radebeuler Malerin und Grafikerin Bärbel Kuntsche entfernt, befindet sich das Weingut Schloß Wackerbarth. Namensgeber und Bauherr des einstigen Adels- und Landsitzes, auch „Wackerbarths Ruh“ genannt, war Reichsgraf von Wackerbarth (1662–1734), der die weitläufige Anlage am Fuße der Weinberge durch den Landesbaumeister Knöffel (1686-1752) als Alterssitz errichten ließ. Trotz mehrerer Besitzerwechsel und Umbaumaßnahmen blieb der ursprüngliche Charakter bis heute weitestgehend erhalten. Alle historischen Gebäude und die Gartenanlage stehen unter denkmalpflegerischem Ensembleschutz. Neue Funktionalbauten fügen sich harmonisch ein.

Vom schloßähnlichen Herrenhaus führt eine Treppe als Mittelachse zum höhergelegenen achteckigen Belvedere, welches eine schöne Aussicht bietet. Beidseits säumen Buchsbaumkegel den Weg. Wie eine Kulisse bilden streng terrassierte Weinhänge den Hintergrund. Jahreszeiten, Tagesstimmungen oder Wetterkapriolen verleihen der gestalterischen Inszenierung einen zusätzlichen dramaturgischen Reiz.

Für unser Titelbild begab sich Bärbel Kuntsche vor Ort und fertigte vom Belvedere mehrere Bleistiftskizzen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln an. Schließlich entschied sie sich für eine Ansicht, welche die Symmetrie der Anlage besonders betont. Nebensächliches wie Tische, Stühle oder Sonnenschirme wurden weggelassen. Die Tuscheausführung der Zeichnung entstand vor wenigen Tagen im Atelier der Künstlerin. Wie sie meint, befördert die Distanz zum Motiv den künstlerischen Umsetzungsprozess.

Karin (Gerhardt) Baum

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