Poetische Orte

Künstler, ihre Museen und Institutionen

Eine neue Ausstellung im Lügenmuseum

Warum gründen Künstler eigene Museen, Galerien oder Künstlerhäuser?

Die Ausstellung im Lügenmuseum steht ganz im Zeichen der „zeitgenössischen Wunderkammern“. Im Saal des Gasthofes Serkowitz werden Arbeiten von Künstlern ausgestellt, die eigene Stilmarken geprägt haben. Besonders interessieren uns Künstler, die selbst Museen, Kunsthallen, Kunsthäuser und ähnliche Kunstprojekte betreiben, die eigene Ausstellungsformate und Symposien organisieren. Mit einem erweiterten Kunstbegriff engagieren sie sich für lebendige Kunst und Künstler, bieten Gelegenheiten, Lobby, Plattform, Interaktion und Räume. Damit haben sie innovative und lebendige Formen – Biotope für Kunst- und Experimentierräume initiiert. Die Künstler werden mit einer kleinen Kunstinszenierung und ihrem erweiterten Wirken vorgestellt. Im historischen Tanzsaal werden sie ihre eigenen Werke wirkungsvoll zur Geltung bringen und auch spannende Inszenierungen dafür finden.

Die Künstlermuseen, Kunsthäuser und Institutionen werden auf der von Dorota Zabka gestalteten Webseite präsentiert. Neben den künstlerischen Arbeiten werden ihre Museen, Künstlerhauser, Tempel und Kunstprojekte vorgestellt. Diese werden auf unserer Webseite und Blog verlinkt.

Mit anheimelnden Räumen voller Sehnsucht und Sammellust lockt die Ausstellung in den maroden Tanzsaal das Gasthofes Serkowitz. Sie täuschen eine Begegnung mit Privatem vor und verunsichert mit „heimlich“ und „unheimlich“ changierenden Wechselbädern. Die Lichtinszenierungen, Videos und Audioart bieten Familien ein kommunikatives Erlebnis. In der Ausstellung kann der Wandel der künstlerischen Eroberungen der zeitgenössischen Kunst von der Collage, Assemblage, über das Environment zum Künstlermuseum verfolgt werden, vom Kunstwerk als Sammelobjekt zur Sammlung als Kunstwerk nachvollzogen werden. Die post- oder pseudomusealen Installationen führen den Betrachter in einen Modus konzentrierter Wahrnehmung.

Wunderland, Paradieswissenschaft oder Wunderforschung beleuchtet andere Lebensentwürfe und Kulturen. Die Ausstellungsstücke werden als Symbole unbewusster Erfahrungen positioniert; nämlich als poetische Welten, in die die Besucher träumend eintauchen und in denen sie unterschiedliche Einsichten gewinnen können. Es werden internationale Künstler mit eigenen Profilen, als auch junge und lokale Künstler eingeladen. In der dunklen Jahreszeit können sich die Besucher an den eigenwilligen Schöpfungen, den räumlichen kinetischen Objekte, Licht- und Klanginstallationen erfreuen und ihre eigene Sammeltätigkeit reflektieren.

Die Ausstellung wird am 13. Oktober 19.30 Uhr eröffnet. Sie wird von der Stadt Radebeul und der Sparkassenstiftung unterstützt die Ausstellung. Aus der Nähe sind Bärbel in Stefan Voigt mit dem Spiegelkabinett Fatalia, Bettina Zimmermann, Schloß Batzdorf, Inka Perl, Sehnsuchtsmuseum, vertreten. Weiterhin gibt es deutschlandweite und internationale Beteiligungen. Die Ausstellung wird bis 1. April gezeigt.

Eingeladen: Museum der Unerhörten Dinge, Roland Albrecht, Untergrundmuseum Berlin, Rainer Görß, Luftmuseum Amberg, Wilhelm Koch, Fatalia, Stefan und Bärbel Voigt, Lügenmuseum Radebeul, Reinhard Zabka, Otis Laubert, Bratislava, Kulturinsel Einsiedel, Nonseum, Herrnbaumgarten, Sehnsuchtsmuseum, Inka Perl, Musee de Insolite, Bertrand Chenu, Bimbotouwn, Getulio Damado, Jim Withling, Thawan Duchanee, Black House, White Temple, Chiangrai, Mark Divo, Künstlerhaus Pröslitz, Bettina Zimmermann, Schloß Batzdorf, Frank Herrmann, Justus Ehras

Weiterhin wird im November ein neuer Ausstellungsraum im Lügenmuseum eröffnet: „Interieur Underground“. Dafür wird einen Begleitbroschüre erarbeitet, an der auch Thomas Gerlach mitwirkt. Darin werden Geschichten von ausgegrenzten Künstlern und der Subkultur erzählt, über Brüche Verletzungen und den Humor, mit dem damit umgegangen wurde. Die Geschichten werden an Hand von Gegenständen oder Dingen erzählt. Wenn jemand noch einen Beitrag dazu senden möchte, dann gern.

Wir danken für Unterstützung und Förderung: Kulturland Brandenburg, Staatskanzlei Sachsen, Stadt Radebeul, Stadt Dresden, Kulturstiftung des Bundes, Fonds Neue Länder, die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen Sachsen, Sparkassenstiftung Meißen und anderen.

Kunst der Lüge e.V.

(Der Verein übernahm die Trägerschaft für:
Zentralfriedhof, letzte Ruhestätte für Investitionsruinen. Kunstprojekt im öffentlichen Raum, Ostprignitz 2008
unverbesserlich‘89, 40 Künstler der friedlichen Revolution,
Ausstellung Gasthof Serkowitz 2014
Labyrinth Deutsche Einheit, Ausstellung Gasthof Serkowitz 2015
ach – die heimat, Kunstprojekt im öffentlichen Raum und die 700- Jahr-Feier Serkowitz, Gasthof Serkowitz 2015
WuKaMenta #neumarkt, Kunst im öffentlichen Raum, Neumarkt Dresden, Juni 2016 und Juni 2017
WuKaMenta #rathaus, Kunstprojekt zum Tag der Deutschen Einheit vor dem Rathaus Dresden, Oktober 2016
WuKaMenta #serkowitz, 100 Jahre DaDa, Ausstellung im Tanzsaal des Gasthofes Serkowitz, Dezember 2016)

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