Editorial Märzheft

Am 30. März 2012 gedenkt die Stadt Radebeul des 100. Todestages von Karl May. Wie wechselvoll die Geschmäcker auch sein mögen, die Lebensleistung und breite Nachwirkung des eigenwilligen Abenteuerschriftstellers bleiben eindrucksvoll und beispiellos. Die berühmten Geschichten von Winnetou, dem edlen Häuptling der Apachen, verstellen tatsächlich aber den Blick über das fast unüberschaubare Konvolut von über 90 verfassten Romanen. In unseren Breiten wird es wohl kaum ein Kind geben, welches sich nicht spielerisch in die verklärte Welt von weiten Prärien und ferner Wildnis hinein gesponnen hatte.

Über zwei Jahrzehnte lebte und arbeitete er in Radebeul. Sein Vermächtnis an die Stadt bildet seine letzte Wohnadresse, die „Villa Shatterhand“, die heute mit dem 1928 errichteten Blockhaus „Villa Bärenfett“ das Karl-May-Museum beherbergt. Die Sammlung, deren Grundstock Karl May legte und heute europaweit als eine der Wertvollsten gilt, präsentiert über 800 Original-Objekte von den wichtigsten ethnologischen Kulturarealen Nordamerikas des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts. Anlässlich der anstehenden Feierlichkeiten lädt das Museum zu zahlreichen Sonderveranstaltungen ein.

2013 wird zudem die Karl-May-Stiftung ihren 100. Geburtstag begehen und beabsichtigt aus diesem Anlass, auf dem weitläufigen Grundstück in Richtung Meissner Straße einen ehrgeizigen Erweiterungsbau und die Neugestaltung der Sammlung vorzunehmen. Zu einem wichtigen Höhepunkt im Radebeuler Kulturkalender gehört das ab 1991 stattfindende Karl-May-Fest im Lößnitzgrund. Neben dem bunten Treiben für Groß und Klein dient es nicht zuletzt auch zur Pflege und Vermittlung von indianischen Kulturen.

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