Editorial Oktoberheft

Abgesang an’s „Lößi“ – Die immer griffbereite Tasche mit den zwei großen Handtüchern hab ich nun ausgeräumt. Die Badesaison ist vorüber.
Den ganzen Sommer genießen wir „unser“ Lößnitzbad, vor allem, um nach dem Verlassen der allzu aufgeheitzten Büroräume im klaren Wasser des Lößnitzbades zu entspannen. Ein wahrer Genuss, das Schwimmen zum Feierabend. Bedauerlicherweise finden nur wenige den Weg dorthin, vor allem unter der Woche. Dabei ist der eine Euro zum Feierabend wahrlich erschwinglich. Auch sonst sind die 2,50€ noch moderat gegenüber anderen Freibädern. Ich hoffe von Jahr zu Jahr, dass die Stadt Radebeul sich dieses herrliche Naturbad leisten kann.

Ich als alte Naundorferin habe ja ein ausgesprochenes Liebesverhältnis zum „Lößi“. Die Sommer meiner Kindheit spielten sich dort ab. Die Jahreskarten für mich und meinen Bruder waren obligat und ab und an 10 Pfennig für ein Neumann – Eis gab’s auch. Ganz selten reichte das Taschengeld für ein Milchmixgetränk am Stand des Reformhauses „Backhaus“. Da musste der Duft von Fruchtmilch, die mit einem richtigen Strohhalm genossen werden konnte, oft reichen.

Nun, in der Gegenwart, könnte man die Badgaststätte in Anspruch nehmen. Könnte man…

Meistens geht es aber mit einem Gruß an das immer freundliche Aufsichtspersonal zum Parkplatz. Und da kommt für mich der Wermutstropfen. Ich kann es mir jedesmal nicht verkneifen, mich über den neuen Parkplatz zu ärgern. Der ist einfach peinlich. Wer zeichnet nur für diese Ausfertigung die Verantwortung. Den möcht’ ich mal kennenlernen!

Ilona Rau

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