Editorial September 2019

Die Zeit bis zur denkwürdigen Rückbesinnung an die „Friedliche Revolution von 1989“ rückt mit großen Schritten näher. „Tempus fugit“ ist man da geneigt zu sagen. 30 Jahre sind schließlich für alle eine nicht unerhebliche Zeit der eigenen Lebensgeschichte.

Ja, und was hat sich seither alles zugetragen? Was hat sich radikal verändert? Was ist weitgehend geblieben? Ein jeder hat da so seine eigenen Geschichten und Bilder im Kopf.

Ich kann mich beispielsweise an einen Spaziergang auf dem Eggersweg unterhalb des Spitzhauses nach einer empfindlich kalten Oktobernacht erinnern. Naturgemäß hatten die zahllosen unsanierten Villen am Fuße der Weinberge fast alle noch Ofenheizung. Ganz Radebeul war mit einer derartigen Qualmwolke überzogen, dass man die darunterliegenden Häuser nur erahnen konnte. Undenkbar heute!

Und wie trostlos war der Dorfanger von Altkötzschenbroda, wo sich abrissreife Bauernhäuser aneinanderreihten. Dies war ein Ort den man eher mied, und heute bildet er gewissermaßen das Herzstück von Radebeuls Urbanität. In der Nachschau ist so die überaus geglückte Gesamtkonzeption für die Stadt und ihre Bewohner ein unschätzbares Kleinod geworden.

Geneigte Leserinnen und Leser,

in diesem Jahr konnten Sie ab und an einige Zuschriften zur Wendezeit bei uns lesen. Vielleicht werden in diesen Tagen auch bei Ihnen einige Erinnerungen wach, die Sie mit uns teilen wollen?

Wir würden uns um weitere inhaltliche Bereicherungen freuen.

Sascha Graedtke

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