Editorial 6-22

Nach sieben Jahren ist es nun wieder soweit und OB-Kandidaten an den Laternenpfählen hängen – also sprichwörtlich gemeint!

Diesmal lächeln uns gleich drei Gesichter entlang der Straßen Radebeuls entgegen, teils so gedrängt, dass man sich den zugewandten Blicken „Wählt mich, wählt mich, wählt mich!“ nur schwer entziehen kann.

Neben dem langgedienten OB Bert Wendsche (parteilos) werben mit Jörg Hüsken (SPD) und Oliver von Gregory (Bündnis 90/ Die Grünen) zwei weitere Aspiranten um die Gunst der Wählerschaft.

Der interessierte Bürger fragt sich nun, wofür die einzelnen Kandidaten wohl stehen mögen?

Hierfür fand zur Klärung am 16.5. im Luthersaal der Friedenskirche unter Moderation der SZ-Lokalredaktion ein Triell statt. Wenn man dem nachgereichten ausführlichen Beitrag Glauben schenken darf, so hat Radebeul im Grunde nur zwei nennenswerte Probleme: miserable Gehwege und mangelhaft ausgebaute Fahrradstrecken. Dies mag als Baustein wohl stimmen, klammert in Zeiten großer Umbrüche wesentliche Aspekte wohl aber aus. Zudem dürften aufgrund der derzeitigen finanziellen wie wirtschaftlichen Verwerfungen Gestaltungsspielräume künftig eher kleiner werden.

So könnte dies für das neue Stadtoberhaupt vorerst bedeuten, sich glücklich schätzen zu können, den in den letzten Jahren mühsam errungenen Status quo überhaupt aufrechtzuerhalten.

Im Spagat zwischen dem Wollen und Können ist ihm bereits an dieser Stelle ein glückliches Händchen zu wünschen!

Sascha Graedtke

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