Schreibwerkstatt (7. Teil)

Hallo, Schule – ich komme!

Mein Weg von zuhause in die Schule startet immer um 7.25Uhr. Im Winter ist es dann dunkel, manchmal stürmt es. Oft frieren meine Freundinnen und ich, und wir müssen mit unseren Fahrrädern auf der glatten Straße sehr vorsichtig sein. Im Frühling geht alles viel leichter.
Bald kommen wir auf eine kleine Straße, wo uns eigentlich fast immer ein weißes, großes Auto entgegenkommt. Wohin es wohl fährt? Wir können nicht erkennen, wer drin sitzt.
Dann sehe ich das Haus, in dem meine beste Freundin einmal gewohnt hat. Das ist Mette, die jetzt
mit ihrer Familie in einem eigenen Haus lebt. Noch ein paar Meter und nun leuchtet uns das Haus auf der Gartenstraße entgegen, das ganz neu gebaut wurde. Es ist echt hübsch. Es sind schon Leute eingezogen, glaube ich, weil ich dort abends manchmal Licht sehe.
Am Spielplatz trifft man nur am Nachmittag Leute. Dann spielen da die ganz Kleinen mit verschiedenfarbigen Holzkisten. Und was machen die Eltern ? Sie schauen viel zu oft auf ihr Handy. Aber früh um halb acht ist da natürlich noch keiner. Mit meinen Geschwistern habe ich auf dem Spielplatz immer viel Spaß gehabt.
Nun fahren wir hoch auf die „Rote Brücke“. Die heißt natürlich nicht so – sie ist eine normale Brücke mit einem roten Geländer und führt über die Bahnschienen.Nur noch abbiegen – und schon bin ich da! Es ist noch Zeit ein bisschen mit meinen Freundinnen zu quatschen. Aber dann klingelt es schon…!

Paula Lentz – Klasse 7 – Lößnitzgymnasium Radebeul

Mein Schulweg

Tick Tack Tick Tack… Mist, es ist schon 7:26! Jetzt muss ich mich aber beeilen, um noch die 30. Bahn zu kriegen. Glück für mich, dass ich nur 3 Minuten von der Haltestelle entfernt wohne.
Schnell noch das Tor öffnen… Schlüssel in den Ranzen… Maske… Ach, die Jacke brauch ich ja auch noch. Erleichterung durchströmt mich, als ich die kalte Winterluft einatme und spüre, wie sie sich in meinen Lungen verteilt. Der Winter ist, so finde ich, die beste Zeit des Jahres. Auf dem Weg zur Haltestelle begegne ich wieder der Frau mit den braun-blonden Haaren. Wir kennen uns nicht, weder den Namen noch sonst etwas, aber wir grüßen uns immer. Vielleicht arbeitet sie ja im Krankenhaus oder Kindergarten um die Ecke? Auf jeden Fall finde ich ihre Freundlichkeit super! Sie nimmt mir eine gewisse Anspannung.
An der Ampel angekommen, verschnaufe ich kurz. 1-2 Minuten Warten, weil sich die Ampel an den Zeiten der Straßenbahnen ausrichtet. Gerade als die Ampel grün wird, kommt meine Straßenbahn. Ich hetze über die Straße, steige ein und nehme mir den schweren Ranzen vom Rücken. Wenn ich hier so sitze, drehen sich meine Gedanken meist um Tests, denn entweder schreiben wir welche oder bekommen sie zurück. Und
wenn einer der seltenen Tage kommt, an denen das nicht so ist, schaue ich ohne Gedanken in die Ferne. Doch irgendetwas da draußen erregt immer meine Aufmerksamkeit: sei es ein neues Werbeschild oder ein riesiger Schneemann. Letztes Jahr gab es auch ein mit Lichterketten behangenes Haus. Dieses Jahr habe ich es noch nicht entdeckt, aber ich bin mir sicher, es wird noch geschmückt. Es wäre traurig, wenn nicht, denn es versetzt einen immer in eine gute Stimmung. Zumindest mich. Falls sie es nicht schmücken, ist er oder sie vielleicht krank oder im Urlaub. Vielleicht möchten die Nachbarn es auch nicht, wegen des Lichts. Nach 5 Haltestellen bin ich fast angekommen. Nur noch die Straße runter, um die Ecke… und endlich stehe ich um 7:43 Uhr im Schulhof und quatsche mit meinen Freundinnen.

Emma Zaschke – Klasse 8 – Lößnitzgymnasium Radebeul

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