Das vergangene Jahr ist schon längst wieder mit seiner ach so besinnlichen Weihnachtshektik verklungen, und der Januar hatte die Stadt mit einer ungewohnt eisigen Hand im Griff. Selbst die verstaubte Schneeschippe hatte diesmal wieder einmal mehr den Zweck ihrer Bestimmung gefunden.
Aber der Radebeuler Bürgerschaft war Trost gewiss – spätestens seit dem Anglühen von Anfang November. Und es winterglüht ja allerorten, unaufhörlich, fast bis Ostern.
Doch allmählich heißt es wieder: raus aus dem Delirium und rein in die Kultur. Klar, Lesungen und Konzerte sind jahreszeitbedingt noch in den unterschiedlichsten Lokalitäten verborgen, wie dem Heft an mehreren Stellen zu entnehmen ist.
Und warum eigentlich nicht mal wieder Oper, Theater oder Ballett? Nur selten machen wir uns bewusst, dass in unserer kleinen Stadt, man glaubt es kaum, mit den Landesbühnen Sachsen ein Mehrspartentheater vor der Haustür steht.
Mit „Radebeul liest“, einer Gemeinschaftsaktion der Kultur- und Werbegilde Kötzschenbroda sowie des Stadtteilvereins Radebeul-Ost, gefördert durch die Große Kreisstadt Radebeul, startet im Frühjahr das erste große Event im Jahreskalender. Über vier Wochen laden ab Anfang März zahlreiche Akteure zu Lesungen an teils ungewohnten Orten ein. Sichern Sie sich schon jetzt einen guten Platz – die Veranstalter freuen sich auf Ihre Anmeldungen.
Sascha Graedtke

