Radebeul ist aufgrund seiner exponierten Lage zwischen Elbauen und Weinbergen gelegen, als Wohnort selbstredend überaus reizvoll. Die besondere topographische Situation macht jedoch die wenigen Durchgangsstraßen seit jeher unweigerlich zu Nadelöhren. Werden dann grundständige Straßensanierungen angekündigt, verheißt dies für Autofahrer Sperrungen und Umleitungen über endlose Zeiträume.
Dies betraf bislang in mehreren Bauabschnitten die Meißner Straße als Hauptverkehrsader oder – wie derzeit – einen Abschnitt der verkehrstechnisch bedeutsamen Kötzschenbrodaer Straße im Umfeld des Lößnitzbachs. Anwohner im nordöstlichen Teil der Stadt konnten bei den langwierigen Baumaßnahmen am Augustusweg ein Lied davon singen. Ab Februar 2026 bleibt zudem die Waldstraße als wichtiger Zubringer nach Dresden und zur Autobahn für ein ganzes Jahr gesperrt.
Wie sehr sich der Aufwand aber im Detail lohnt, zeigt sich oft erst im Nachhinein. So kann bspw. der Kreuzungsbereich August-Bebel-Straße / Meißner Straße auch in gestalterischer Hinsicht als überaus gelungen gelten.
Gegraben wird in Radebeul derzeit im Übrigen auch an anderer Stelle – nämlich im Zuge des Glasfaserausbaus. (Über 800km!) Kürzlich stand frühmorgens eine Armada gelbbewesteter Bauleute mit Schaufeln und allerlei Gerät in unserer Straße. Gegen Mittag war nach getaner Arbeit der Gehweg bereits wieder verschlossen. So schnell kann es gehen.
Vielleicht auch ein Anreiz für andere Baustellen?
Sascha Graedtke

