Editorial Juliheft 2011

Eine Ära geht zu Ende – zumindest für das Redaktionskollegium unseres Heftes. Denn seit 1997 hatten wir jeden ersten Donnerstag des Monats Punkt 18 Uhr unseren „Lokaltermin“ in den Räumen der Gaststätte »Goldene Weintraube«. Im Sommer endet nun das langjährige Pachtverhältnis der Familie Heike und Detlef Jacob, sodass auch wir -zunächst- den bewährten Sitzungsort in der Mitte Radebeuls verlassen müssen.

Zugebenermaßen waren die Runden nur selten vollständig, manches Mal saß gar nur ein kleines Häufchen am separierten Stammtisch. Doch in der Regel gab und gibt es schon einen recht treuen Redaktionsstamm. Von außen betrachtet gäbe die allmonatliche Zusammenkunft  sicher genügend Stoff für Anekdoten. Da gibt es die Überpünktlichen, die Verspäteten, die Gehetzten, die Freunde von Quittenschorle, Tee, heißer Zitrone oder eines kleinen Biers. Ja seltsam, Wein wurde in der »Weintraube« selten nachgefragt. Ohnehin war es immer wieder spannend, wer alles hinter der Schwingtür in Erscheinung trat. Bis die eigentlichen Themen der »Vorschau« zum Tragen kamen, verging meist ein gerüttelt Maß an Zeit von der die alte Standuhr kündete.

Nun werden hier die Stühle sprichwörtlich hochgestellt. Familie Jacob, die in all den Jahren auch die Theaterkantine betrieb und Veranstalter kultureller Programme war, möchte nun mit Catering einen Neuanfang wagen. Bekannt und begehrt ist ihre Entengrütze die es in diversen Feinkostläden gibt. Wie sich die Wirtsleute nun ihrerseits bei ihren Gästen bedanken wollen, so ist es auch uns ein großes Bedürfnis für die treue Bewirtung am vertrauten Platz unseren herzlichen Dank auszusprechen. Wir wünschen ihnen für ihre Pläne alles Gute.

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