Eine Radebeuler Ecke im Wandel der Zeiten – und ein paar Fragen dazu

  1. Neue Straße 20, Ecke Kötzschenbrodaer Straße, sah früher mal so aus: bäuerliches Wohnhaus mit verputztem Fachwerk im OG, ziegelgedecktes Krüppelwalmdach, erbaut um 1790, dazu rechtwinklig spätere Anbauten – aufgenommen um 1885 kurz vorm Abbruch, Fotograf unbekannt (Sammlung Dieter Krause, Niederlößnitz). Das Haus entspricht in Form und Art weitgehend dem gegenüber liegenden Wohnhaus Neue Straße 4. Hing der damalige Abriss mit dem allmählichen Niedergang der Landwirtschaft in Kötzschenbroda zusammen?

    Radebeuler Ecken (1)

  2. An gleicher Stelle wurde 1886 von der Baufirma Moritz Große für Herrn Edmund Lehmann ein rentierliches Wohn- und Geschäftshaus – auch Neue Straße 20 – errichtet, das etwa 120 Jahre gute Dienste leistete aber 2009 nach Leerstand (Foto 2008 vom Verfasser) ebenfalls abgerissen wurde. Hätte man es noch sanieren und nutzen können?

    Radebeuler Ecken (2)

  3. Dafür entstand 2011 hier und auf den östlich angrenzenden Flurstücken ein städtischer Parkplatz, der seit seiner Eröffnung 2012 von Radebeulern und Besuchern Kötzschenbrodas offenbar gut angenommen wird. Der Parkplatz ist begrünt, von Natursteinmauern flankiert und hat am Rande ein paar Sitzgelegenheiten. Die Sandsteinskulptur auf der westlichen Ecke stammt von einem Moritzburger Bildhauersymposium (Aufnahme vom Verfasser). Was wird wohl im Jahre 2112 hier stehen?

    Radebeuler Ecken (3)

  4. Dietrich Lohse

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