Editorial

Holiday in the hometown!

Heute spare ich mir den Weg zum service store im Bahnhof von Coswig, um irgendwo hin zu wollen. Nein, heute wird ein ganz besonderer Tag! Noch schnell zum discounter und shoppen für die party. Ein paar drinks und chicken wings dürfen nicht fehlen. Vielleicht noch ein highlight für die happy hour? Aber auch Andere lassen es sich heute gut gehen. Zwei tenniegirls kommen ganz crazy aus dem »nails for you«-shop in West. Stimmt, ein bißchen style und wellness müsste auch mal sein. Schon des Öfteren schielte ich auf den »Kryo Lounge«-Laden in Ost. Was die da wohl machen?

Jetzt ist nur noch chillen angesagt. Ich gehe mit Tablett und tablet in den Garten, lege mich in den Liegestuhl und empfange meine ersten Gäste so nach und nach in social networks. Endlich sind alle wieder mal beisammen – und eine Stille ist hier. Nun gut, der eine oder andere mischt sich per skype schon etwas aufdringlicher in die wachsende Runde. Und wäre da nur nicht das Summen und Klingeln all der mails, sms‚ und whatsapps auf dem smartphone die selbst jetzt nicht aus dem Blickfeld gelassen sein wollen. Aber das coolste kommt ja noch. Jeden Sonnabend so gegen drei viertel zehn gibt es ein ritualisiertes event, was mit seiner Beständigkeit wohl nur noch mit dem Amen in der Kirche zu vergleichen ist: ein krönendes Feuerwerk, irgendwo im Häusermeer! Das lässt die von der Feier in weiten Teilen ausgegrenzte Bürgerschaft zumindest akkustisch an den allwöchentlichen Festivitäten teilhaben. So klingt der Abend mit einem update von allen Seiten nun so langsam aus. Warum denn in der Ferne schweifen? Ist doch schön bei uns in Redbull.

Sascha Graedtke

schlechtbescheidenmittelmäßiggutexzellent (Noch nicht bewertet)
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