Wanderausstellung in der Stadtgalerie

Foto: Repro/ Foto Archiv Mail-Art-Projekt

Anfang des Jahres 2021, mitten im Corona-Lockdown, in einer »kunstfreien«, schwierigen und dunklen Zeit startete die Malerin und Grafikerin Petra Schade zusammen mit ihrer Künstlerkollegin Anita Voigt und dem Fotografen Burkhard Schade ein MAIL- ART-PROJEKT!

Die Initiatoren interessierte, was die Menschen in dieser Zeit bewegt. Was haben sie für Gefühle, Ängste, Träume, was haben sie entdeckt, an sich, an anderen, was hat sich für sie verändert, was vermissen sie und was haben sie dazu gewonnen. Dieses Projekt gab den Menschen eine Stimme aus dem Lockdown. Die langsame und kreative Gestaltung einer Postkarte als Ausdruck des eigenen Befindens wurde eine Alternative zum schnellen Schlagabtausch in den sozialen Medien.

Anita Voigt, Petra Schade, Burkhard Schade
Foto: Repro/ Foto Archiv Mail-Art-Projekt

Es wurde ein generationsübergreifendes Stimmungsbarometer, eine Aktion der Hoffnung.

An vielen Orten wurde der Aufruf gehört, diskutiert und weitergereicht. Viele Menschen folgten begeistert der Idee und so trafen von Januar bis März 2021 über 700 Karten ein – aus allen Ecken Deutschlands und darüber hinaus. Menschen aller Altersgruppen, Künstler und Laien gleichermaßen, haben sich mit den elementaren und mentalen Folgen der Corona-Pandemie auseinandergesetzt.

Die verwendeten Techniken sind so vielfältig wie die Ideen und die Inhalte der Karten.

Texte, Grafiken, Fotos und Malerei erzählen von Ängsten und Mut, von Hoffnung und Wünschen, von Kritik und Wut, von privaten Erfahrungen und globalen Fragestellungen.

Dieses kreative »Gesamtwerk« wird nun einer breiten Öffentlichkeit in Form einer Wanderausstellung präsentiert.

Nach dem großartigen Start im Heimatmuseum Radeburg im September 2021 werden alle Postkarten des Projektes vom 19. April bis 22. Mai 2022 in der Stadtgalerie Radebeul gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung ist am 14. April 2022, 19:30 Uhr.

Weitere Ausstellungen sind in Glauchau und Neustadt/Sa. geplant. Letzte Station der Wanderausstellung wird 2023 das Stadtarchiv Dresden mit anschließender feierlicher Archivübergabe sein.

Burkhard Schade

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