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… von flüchtigen Momenten …

tabula rasa | in wandlungsfreiheit
begehbare Installation
Hofgeismar in Nordhessen | 2021

April 2020. Damals, als das C sich wie eine große Ungewisse über uns legte, empfand ich jene Frühlingstage als unheimlich kraftvoll und energiegeladen. Nie zuvor erlebte ich solch einen Moment des Stillstandes so flächendeckend, weltweit, zugleich. Und genau in diesem Zur-Ruhe-Kommen loderte so viel Energie für Veränderung, die Chance für einen Neuanfang. Es entstand der Entwurf zur tabula rasa – ein frei wandelbarer, begehbarer Raum:

Alles ist ungeahnt, anders, neu. Das Blatt wieder weiß und unbeschrieben – ursprünglich und leer, frei aller Erfahrungen und Erwartungen. Es ist an uns, es neu zu beschreiben. Wir haben die Chance, die Wandlungsfreiheit, die Streifen des Blattes neu zu ordnen, den Raum neu zu formen, einen neuen Weg zu eröffnen … und ihn zu gehen.

Eineinhalb Jahre später fand es dann schließlich statt, das Windkunstfestival, und ich ließ die Arbeit in einem lichten Kiefernwald entstehen. Die Menschen bahnten sich ihre eigenen Wege durch die Papiere und konnten dabei erspüren, wie ihre Entscheidungen den weiteren Bewegungsraum beeinflussen. Eines Septembermorgens erwachte ich inmitten jener mystischen Stimmung, während die tabula rasa ganz licht aus dem Nebel hervortrat. Keine Ablenkung. Keine Orientierung. Alles ist möglich … in diesem flüchtigen Moment.

Constanze Schüttoff

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