„Tag der offenen Gärten“ – zum dritten Mal in Radebeul – am 14. Juni 2014 von 11 – 15 Uhr

verein für denkmalpflege und neues bauen

„Welch großes Glück, im Garten zu sein! Stauden, Gräser und Farne schenken dem Garten eine wundervolle Atmosphäre und geben ihm eine Seele. Beim Gärtnern geht es um Grundgedanken des Lebens: die eigene Vision vom Leben in und mit der Natur.“
Anja Maubach, 2008

Die Idee zur „Offenen Gartenpforte“ hat ihren Ursprung in England Ende der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Im Lauf der folgenden Jahrzehnte entwickelten sich in einigen Staaten Europas und auch in Deutschland Initiativen, bei denen private Gartenbesitzer an einem bestimmten Tag im Jahr für Besucher ihren Garten öffnen. Dies ermöglicht es vielen Menschen, die Vielfalt und Schönheit von Gärten kennen zu lernen sowie Gedanken und Erfahrungen auszutauschen oder sich einfach nur umzuschauen.

In diesem Jahr findet bereits zum dritten Mal der „Tag der offenen Gärten“ in Radebeul statt. Garten – der umgrenzte Raum, ein Stück Erde, für das die Besitzer verantwortlich sind. Was daraus entsteht und wie er genutzt wird, ist meistens auch Ausdruck des gerade herrschenden Zeitgeistes. Heute sind Gärten vor allem Rückzugsorte zum Entspannen, ob bei der Garten“arbeit“ oder in der Hängematte, aber auch Orte des Kinderspiels oder für Treffen mit Familie und Freunden. Bei vielen Menschen spielt heute auch wieder der kulinarische Aspekt eine große Rolle: frische Kräuter, Obst und Gemüse für die eigene Küche, für eine gesunde Ernährung und weil es Freude macht, die Pflanzen beim Wachsen und Reifen zu begleiten und eine reiche Ernte zu erwarten.
Das Organisationsteam hat sich dieses Mal auf Radebeul-West konzentriert, um die Wege kurz zu halten und somit Verkehr zu vermeiden. Lassen Sie also nach Möglichkeit das Auto zu Hause und kommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad und genießen den Tag bei hoffentlich schönem Wetter.
An der Kreuzung der Winzerstraße mit der Ludwig-Richter-Allee und der Straße Am Bornberge wird es 11 Uhr einen Auftakt zum Gartentag geben. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Tafel zur Villenkolonie Altfriedstein. Anschließend stehen Ihnen bis 15 Uhr folgende Gärten offen:

Am Jacobstein 40
Hinter der sanierten Grundstücksmauer erstreckt sich am Fuße des dazugehörigen Weinbergs der weiträumige Garten der Familie Hößelbarth: Vor und neben dem barocken Wohnhaus als repräsentativer Blumen- und Rosengarten mit Rasenflächen, Buchsbaumhecken, Kübelpflanzen und Kieswegen. Hinter dem Haus als Nutzgarten für Gemüse, Kräuter, Kartoffeln und Erdbeeren. Beerensträucher und Obstbäume schaffen den Übergang zum Weinberg.

Käthe-Kollwitz-Straße 25
Das von Familie Schöbel in verwahrlostem Zustand übernommene Grundstück wurde innerhalb von etwa zehn Jahren neu gestaltet. Schwerpunkt der Umgestaltung war eine klare Strukturierung der Funktionsbereiche wie Eingang/Einfahrtsbereich, Vorgarten (Schauseite) an der Käthe-Kollwitz-Straße, Reaktivierung des Steingartens, Spielwiese, Obstgarten, Wohngarten und ein Gartenteil zur Erzeugung von Gemüse und Beerenobst.
Obere Bergstraße 57
Von der Straße aus gesehen, mit herrlichem Blick übers Elbtal, liegt der von Frau Nowotnik nach einem historischen Foto liebevoll rekonstruierte Garten wie ein Teppich vor dem Betrachter. Schmale Sandwege führen durch den garten, begleitet von Buchsbaumhecken, die die reichhaltig bepflanzten Beete säumen. Bäume und Sträucher an den Rändern grenzen den Garten ab und beherbergen kleine Sitzbereiche.

Winzerstraße 67
Durch das blaue Tor kommend gelangt man in den vom Haupthaus und einem Ferienhaus mit Wintergarten gerahmten Garten von Frau Osterkamp. Die Bepflanzung der Beete ist üppig mit Stauden, Kräutern und weiteren Ziersträuchern. Zwei stattliche Bäume, ein Weinstock und Glyzinien überspannen Teile des Gartens und der Terrasse und spenden Schatten. Reich bepflanzte Terrakottatöpfe schmücken die Terrasse und vermitteln ein mediterranes Flair.

Winzerstraße 43
Familie Rudloff verfolgte bei der Neugestaltung des Gartens der denkmalgeschützten Villa das Ziel, das Landhausflair zu erhalten. Behutsam wurden Relikte der alten Gartenanlage herausgearbeitet. Der von einer Syenitmauer umgebene Garten lebt durch seinen Gehölzbestand, die Verwendung von alten Wegematerialien und die höhergestuften Stauden- und Strauchpflanzungen um zwei raumbindende Rasenflächen.

Lageplan

Thomas Gerlach

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2 Kommentare

  1. Carola Rietzschel
    Veröffentlicht am Mi, 6. Mai. 2015 um 19:15 | Permanenter Link

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider habe ich letztes Jahr den Tag der offenen Gärten verpasst. Wird er dieses Jahr wieder durchgeführt und an welchem Datum?

    Mit freundlichen Grüßen
    Fam. Rietzschel

  2. Konrad Oeser
    Veröffentlicht am Fr, 8. Mai. 2015 um 15:07 | Permanenter Link

    Sehr geehrte Fam. Rietzschel,
    der Tag des offenen Gartens findet im zweijährigen Rhythmus statt, er wird demzufolge (vermutlich – wenn es dabei bleibt) im nächsten Jahr wieder durchgeführt-
    i. A.
    K. Oeser

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