Nachlese

Natalja Böttger – das beistehende Bild war
das Motiv auf der Einladung unseres Kulturvereins der Stadtbibliothek, Foto: N. Böttger

…für eine kleine feine Ausstellung von Natalja Böttger in der Stadtbibliothek Radebeul-Ost – danach im Sozialrathaus gegenüber – die im Februar endete.

Weil die Künstlerin in Großenhain lebt und und hier noch wenig bekannt ist, widme ich ihr eine Grußadresse. Unser Verein hatte sie im vergangenen Jahr eingeladen, in der Stadtbibliothek ihre Bilder zu zeigen. Bei der Vernissage erlebten wir die Überraschung, dass nur die Freunde und die Familie zu Gast kamen. So ist das halt. Es brachte uns aber nicht davon ab, heiter miteinander anzustoßen… und die Besucher der Bibo waren später von der Malerei sehr angetan.
Natalja Böttger ist eine vielseitige Frau und ein Multitalent mit Elan. Ihre Empfehlung: „Wenn du eine innere Stimme hörst, die Dir sagt Du kannst nicht malen, dann male auf jeden Fall, um diese Stimme zum Schweigen zu bringen.“ Vincent van Gogh
Dieser Spruch steht als Untertitel im Raum und spornt auch die Verzagten an. In der benachbarten Volkshochschule können Interessierte tatsächlich von ihr lernen. Geboren und aufgewachsen ist sie im fernen Nord-Kaukasus, am Fluss Kuma, besuchte dort die Kunstakademie und war danach in einem Kulturzentrum angestellt. Später bemalte sie Zierkeramik in einer heimischen Werkstatt.
Nach ihrer Übersiedlung 2002 in die Bundesrepublik, begann wieder das Lernen, erst der Sprache im berufsorientierten Kurs, dann in einer Ausbildung zur Gastronomin mit Abschluss – erstmal ein Umweg. Von 2006 bis 2020 lebte sie mit ihrer Familie in Hessen und erwarb dort weitere Abschlüsse – als Glasmalerin, als Technikerin für Glasgestaltung, schließlich den Meister im Glasveredlungshandwerk. Von den Studios in Taunusstein zog es sie aber wieder zurück nach Sachsen, wo sie in einer renommierten Dresdner Glaswerkstatt für einige Zeit gute Arbeit fand. Wie viele andere Handwerksbetriebe trifft aber die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung vor allem die Spezialisten. So ist sie nun parallel Dozentin für Aquarellmalerei, in der VHS in Riesa und unterdessen auch in der Sidonienstraße in Radebeul.
Sie nahm an zahlreichen Wettbewerben teil, erhielt mehrere Kunstpreise in Hessen und hatte seit 2021 verschiedene Ausstellungen in Großenhain, Riesa und Radebeul. Es gab gemeinsame Projekte und Kooperationen mit berühmten Künstlern (darunter auch mit Markus Lüpertz), überwiegend bei der Gestaltung und Restaurierung von Kirchenräumen.
Ich freue mich, sie kennengelernt zu haben, weil sie heiter ihren Weg geht und voller Ausstrahlung ist. Und natürlich konnten wir uns an ihren Arbeiten erfreuen. Das beistehende Bild war das Motiv auf der Einladung unseres Kulturvereins der Stadtbibliothek.

Andrea Meinel

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