Editorial 5-15

Geneigte, treue Leserinnen und Leser!

Mit dieser Ausgabe halten Sie ein ganz besonderes Heft in Ihren Händen!
Die Redaktion feiert »Silberhochzeit« und in diesem Monat ihr nunmehr 25-jähriges Bestehen. Ja, ein Vierteljahrhundert ist inzwischen ins Land gezogen und unsere »Vorschau« ist ein wichtiger Spiegel der Geschehnisse und Veränderungen in all den Jahren in und um Radebeul geworden.
Schaut man in die Erstausgabe vom Mai 1990 mit den dort besprochenen Themen, so wird uns schnell wieder die manchmal ein wenig verdrängte Tatsache vergegenwärtigt, wie Vieles seither geschaffen wurde. So zeigte die Stadtgalerie die Ausstellung: »Altkötzschenbroda im Abriss«. Und zwei weitere Beiträge berichteten von diesem ruinösen, fast verlorenen historischen Stadtteil. Beklagt wurde zudem, dass die Radebeuler Kinokultur im Sterben begriffen sei. Bis zur Drucklegung gab es mit der »Flohkiste« immerhin noch ein Filmtheater in Radebeul-Ost. Doch auch dies ist schon seit über zwanzig Jahren Geschichte.

300-vorschauhefte

Nicht hochgestapelt: 299 Hefte, die bisher erschienen sind                     Foto: S. Graedtke

Neben dem Wandel zeigt die »Vorschau« bis heute eine bemerkenswerte Kontinuität. Von den einst sechs Gründungsmitgliedern der Redaktion sind mit Karin Baum (vormals Gerhardt), Ulrike Kunze, Dietrich Lohse, Ilona Rau und Wolfgang Zimmermann immerhin noch fünf (!) mit unnachlässiger Tatkraft in unserer Runde. Selbstverständlich gab es auch ein Kommen und Gehen. Ab 1994 stießen Bertram Kazmirowski, wenige Jahre später meine Person dazu. Mit Anfang 40 zählen wir beide im Gesamtgefüge, wenn auch von immer vertärkterem Augenzwinkern begleitet, nach wie vor noch zur »Jugendredaktion«. Nun ja, allein am Nachwuchs mangelt es (noch)! An dieser Stelle sei insbesondere an Dieter Malschewski erinnert, der bereits in der alten »Vorschau«, die lediglich von 1954 bis zur politisch motivierten Einstellung im Jahr 1963 existierte, redaktionell tätig war. Seit der Neugründung bis zu seinem Tod im Jahr 2009 war er langjähriger verantwortlicher Redakteur. In der Nachfolge bis zum Frühjahr 2011 übernahm Frank Andert diese Position, dem vor allem neue inhaltliche Akzente zu verdanken sind. Seit 1996 begleitet uns Antje Herrmann im drucktechnischen Bereich und in deren Verantwortung ab Herbst 2009 auch die kaufmännischen Aufgaben des Anzeigengeschäftes sowie des Layouts liegen. Nicht zuletzt sind mit Konrad Oeser und Sven Mittag unsere beiden Kollegen von der Online-Redaktion zu nennen, die sich alternierend um das Einpflegen ausgewählter monatlicher Beiträge verdient machen. Danken wollen wir zudem den zahlreichen Gastautoren, die seit vielen Jahrenmit ihren Zuschriften die Vielfalt unseres Heftes maßgeblich bereichern. Zu unserem runden Jubiläum sei es erlaubt, die erschienenen »Vorschauhefte« mit einigen statistischen Zahlen zu versehen. Mit vorliegender Broschüre wurde die nunmehr 300. Ausgabe gedruckt! (Rechnerisch müsste es zwar die 301. sein, jedoch im September/Oktober 1991 wurden einmalig zwei Hefte zusammengefasst!) Mit einer durchschnittlichen Auflagenhöhe von ca. 2.500 Exemplaren wurden von unseren Redaktionsmitgliedern bisher eine Dreiviertelmillion Hefte verteilt! 300 Hefte bedeuten etwa 11.000 Seiten Redaktionsarbeitund aneinandergereiht fast einen laufenden Meter im Regal! 300 Hefte bringen 18 kg auf die Waage, gleichwohl der inhaltliche Wert wohl kaum aufzuwiegen ist! Denn mit mehr als über 3.500 Beiträgen birgt das Konvolut einen reichen archivalischen Fundus. Für ein kulturelles Monatsheft gehören Beiträge über Ausstellungen, Theater, Oper, Ballett, Literatur oder Denkmalpflege ebenso zum Kernrepertoire, wie Geschichte und Geschichten über den eng verknüpften Weinbau in dieser Region. Über zwanzig weitere Rubriken, bis hin zu den geschätzten Leserbriefen runden das inhaltliche Profil ab. Und schließlich, den Gewohnheiten der Zeit folgend, hat die »Vorschau« bereits seit 2011 eine eigene Homepage wo interessierte Leser auf eine Auswahl von Beiträgen bis (derzeit) 2009 digital zugreifen können. Liebe Leserinnen und Leser in Radebeul und Umgebung, bleiben Sie uns auch in den kommenden Jahren gewogen! Unterstützen Sie uns für den Fortbestand eines gewachsenen regionalen Kleinods. Als Leser, mit einer Spende, einer Mitgliedschaft unseres Vereins oder gar als mitgestaltender Autor.

Sascha Graedtke
Verantwortlicher Redakteur

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