Zum Titelbild Juni 2023

Radebeul in historischen Ansichten

Spitzhaus, Spitzhausstraße 36
Das Spitzhaus – Name kommt von der Form – wurde 1672 als Lusthaus für den Dresdner Tuchhändler P. F. Landsberger über dessen Weinberg errichtet. Spätere Besitzer waren J.G. von Wolfframsdorf. Gräfin Cosel und ab 1710 August der Starke. Durch den Vergleich des Spitzhauses mit der Moritzburger Schlosskapelle erhärtet sich die Zuschreibung des Entwurfs für Oberlandbaumeister Wolf Caspar von Klengel [163O-1691). Lange Zeit im Besitz der Wettiner stand das Wahrzeichen Radebeuls turmartig mit zweigeschossigem Massivbau (9,5›<9,5m), welscher Haube, achteckiger Laterne und Spitzhelm über Oberlößnitz. Die Reblauskatastrophe führte nach 1901 durch Anbau von zwei Flügelbauten zum Betrieb einer Gaststätte, die in den 20er Jahren noch eine große Veranda erhielt. 1997/98 wurde durch das Architekturbüro Kempe der Umbau und die Sanierung des Spitzhauses vorbereitet und durchgeführt. Der Stadt Radebeul ist es hier durch Wahrnehmung des Vorkaufsrechts gelungen, die Fortführung eines Gaststättenbetriebes in exponierter Lage, anders als später bei der Friedensburg, abzusichern.
Dietrich Lohse

schlechtbescheidenmittelmäßiggutexzellent (2 Wertung(en), Durchschnitt: 4,00 von 5)
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