Eine Einladung zum Besuch der Jubiläumsausstellung

„40 Jahre Stadtgalerie Radebeul“
Fotos, Filme, Texte, Dokumente, Modelle, Objekte und auch Kunst

Einige Exponate aus dem Depot der Radebeuler Stadtgalerie für die aktuelle Jubiläumsausstellung Foto: K. (Gerhardt) Baum

Aus dem reichhaltigen „Zitatenschatzkästlein“ des Dichters Thomas Gerlach, welcher die Radebeuler Stadtgalerie seit 25 Jahren wohlwollend und inspirierend begleitet, stammt der sinnige Spruch: „Nur die allerdümmst´n Kälber, dreh´n sich ständig um sich selber“. Dass diese zeitgemäß adaptierte Volksweisheit sowohl bei den alten als auch neuen Galeristen nachhaltige Beherzigung fand, lässt sich noch bis zum 5. Februar 2023 in der Radebeuler Stadtgalerie besichtigen. Allerdings fing die Geschichte der Galerie nicht erst mit ihrem Umzug nach Altkötzschenbroda an. Selbst vor deren Eröffnung vor vier Jahrzehnten in einem ehemaligen Tapetenladen in Radebeul-Ost gab es eine Vorgeschichte und davor wiederum eine VorVorgeschichte. Zahlreiche Unterlagen im Stadtarchiv belegen, dass die Künstler der Lößnitzortschaften bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Wunsch hegten, ihre Werke vor einem größeren Publikum in aller Öffentlichkeit zu präsentieren. Wenngleich sich in der Festhalle von Kötzschenbroda, im Heimatmuseum Hoflößnitz und im Haus der Kunst temporäre Möglichkeiten für Einzel- und Gruppenausstellungen geboten hatten, existiert in Radebeul ein ständiger Ausstellungsort für die Kunst allerdings erst seit Eröffnung der „Kleinen Galerie“ am 16. Dezember 1982.
Gesellschaftliche, strukturelle, finanzielle und personelle Veränderungen blieben nicht ohne Einfluss auf die konzeptionelle Ausrichtung dieser Kultureinrichtung. Dass sie sich als eine der wenigen Galerien in kommunaler Regie bis heute erhalten hat, ist vor allem auch ihrer Integration in die Radebeuler Stadtgesellschaft zu verdanken. Und so ist die Geschichte der Galerie nicht nur ein Stück Radebeuler Kunst-Geschichte, sondern auch ein Stück gelebte Stadtkultur.
Dass sich die gegenwärtig aktiven Stadtgaleristen mit der ehemaligen Stadtgaleristin als Team zusammengefunden haben, welches seit 2019 bereits mehrere Projekte gemeinschaftlich konzipierte, wird als beidseitige Bereicherung empfunden. Mit einem gattungsübergreifenden Ausstellungsprojekt, welches auf einer chronologischen als auch inhaltlichen Ebene basiert, startete die Radebeuler Stadtgalerie am 16. Dezember 2022 in ihr 41. Ausstellungsjahr. Der offene Werkstattcharakter wurde bewusst gewählt, bieten sich doch dadurch vielfältige Möglichkeiten zur Mitwirkung und Diskussion. Ein reflektierender Beitrag wird in der Februarausgabe unseres kulturellen Monatsheftes erscheinen.
Karin (Gerhardt) Baum

Die Ausstellung ist geöffnet
vom 8. Januar bis 5. Februar 2023, jeweils DI, MI, DO 14 bis 18 Uhr sowie SO 13 bis 17 Uhr.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
Sonnabend, 21. Januar 2023 ab 16 Uhr „offene Galerie“ mit Denkwerkstatt und Diskussionsforum
Sonntag, 5.Februar 2023 um 16 Uhr Doppel-Kuratorenführung mit Alexander Lange und Karin Baum
Montag, 6.Februar 2023 um 18 Uhr Finissage
sowie variable Einzel- und Gruppenführungen (Anmeldungen unter 0351-8311-626, 0160-1038663)

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