Autorenenarchiv: Bertram Kazmirowski

In eigener Sache

Vom Wollen und Wünschen

Liebe Leserinnen und Leser, wie geht es Ihnen ganz persönlich: Schenken Sie gern und werden Sie auch selbst gern beschenkt? Äußern Sie Ihre Weihnachtswünsche? Lassen Sie sich gern mit Geschenken überraschen? Die Märkte und Händler und Geschäfte und Unternehmen haben in den letzten 50 Jahren aus der Weihnachtszeit immer mehr eine Mehr »

Ohne viel Herz, aber mit umso mehr Verstand

Zur Premiere von „Die drei Schwestern“ am 15./16. Oktober in den Landesbühnen

Zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt in der Saison präsentierte das Schauspiel der Landesbühnen seine erste Inszenierung für den Großen Saal, der allerdings am zweiten Premierenabend beschämend dünn besucht war. Warum eigentlich? Tschechow ist einer der Dramatiker der Moderne, und seine Stücke, mögen es Mehr »

Hörspiel im sakralen Raum

Premiere von »Nathan der Weise« Radebeul ist nicht gerade als ein Ort bekannt, in dem sich weise Weltläufigkeit und religiöse Toleranz im Alltag zu bewähren bräuchten. Dazu sind die Menschen, die in Radebeul wohnen – bei aller individuellen Verschiedenheit – viel zu ho­mogen. Zwar gibt es einige christliche Ge­meinden und Gemeinschaften, die im Ganzen wohl Mehr »

Auf dem Ego-Trip nach Afrika

Zur Premiere von »Benefiz« am 5./6. März 2011 an den Landesbühnen Auch Sie gehören also zu denen, die ab und zu für ein humanitäres Projekt in der dritten Welt Geld spenden oder sich zumindest vorstellen können, Bedürftige in Afrika, Asien oder Lateinamerika zu unterstützen? Und Sie tun dies einerseits, weil sie erkennen, dass bei Hunger, Mehr »

Heiterer Aufmarsch irrer Typen

»Arsen und Spitzenhäubchen« an den Landesbühnen Etwa drei Jahrzehnte als Konsument von kulturellen Entäußerungen der unterschiedlichsten Art zum Thema »Mord« haben mich dazu verführt, inzwischen drei Klischees zu mögen, weil sie so liebenswert charmant wie gnadenlos naiv sind. Erstens: Der Mörder ist immer der Gärtner (lies: der am wenigsten Verdächtige). Zweitens: Über Morde spricht man Mehr »

Man müsste wieder einmal… Elias Canetti lesen

Als ich im Juni 2009 der U-Bahn Station ›Hampstead‹ entstieg und mich im Zentrum des gleichnamigen vornehmen und so gar nicht typischen Londoner Stadtteils befand, begab ich mich schnurstracks zur Adresse Thurlow Road 8. Vor diesem Haus angekommen war ich enttäuscht: ein eher unauffälliger Bau mit ganz gewöhnlichen Autos davor (ich hatte wenigstens auf einen Mehr »

(B)RECHT SCHAFFEN

»Der kaukasische Kreidekreis« an den Landesbühnen Von Schauspielern erwartet der Zuschauer gewöhnlich, dass sie ganz in ihrer Rolle aufgehen. Gute Schauspieler erkenne man daran, so heißt es, dass ihre Persönlichkeit hinter der dargestellten Figur verschwindet. Das bürge für authentische Emotionen, und auf deren Zurschaustellung basiert ein großer Teil der dramatischen Literatur. Nicht aber zum Beispiel Mehr »

Auf der Erfolgswelle!?

Franz Wittenbrinks »Sekretärinnen« an den Landesbühnen Zwischen das ambitionierte und von der Kritik mit einhelligem Beifall aufgenommene »Umbrüche«-Projekt und die im Frühling folgenden dramatischen Schwergewichte Shakespeare und Brecht platzierten die Landesbühnen mit »Sekretärinnen« einen jener szenischen Liederabende, mit denen das musikalische Multitalent Franz Wittenbrink seit nunmehr 15 Jahren landauf, landab die (Samstag­)Abendunterhaltung deutschsprachiger Bühnen bestimmt. Mehr »

Kantor, Lehrer, KMD – ein Leben für die Kirchenmusik

Hans-Bernhard Hoch zum 75. Geburtstag Bei Hans-Bernhard Hoch ist der Anrufbeantworter mehr als nur ein technisches Gerät zur Aufzeichnung von Nachrichten, denn der Anrufende wird mit einer Melodie begrüßt, irgendein bekanntes Thema aus der weiten Welt der Musik. Ihre akustische Visitenkarte passen Hans-Bernhard Hoch und seine Frau Ilse jahreszeitlich an, zur Zeit meines Besuches im Mehr »

Die Geschichte von einem Traum, einer Rockoper und den Sorgen eines Vereins

Immer mal wieder kommt es auch noch heutzutage vor, daß ein süßer Traum nicht nur eine Illusion bleibt, sondern tatsächlich zu einem Stück greifbaren Lebens wird. Freilich: Um diesen Traum von „Hair“, dieser legendären Erfolgsrockoper aus der Schlaghosenzeit amerikanischer Blumenkinder, in der Lößnitz der 1990er Jahre lebendig werden zu lassen, bedurfte es in den letzten Mehr »

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