Autorenenarchiv: Bertram Kazmirowski

„Da steckt viel Herzblut drin.“

Ein Gespräch mit Herbert Graedtke als Rückblick und Vorschau Endlich, endlich wurde in Radebeul wieder Theater gespielt! Die neugeschaffene Interimsspielstätte der Landesbühnen im Lößnitzgrund war am 29. Mai ausverkauft, als sich an die 40 Akteure daran machten, „Winnetou I“ (Regie: Manuel Schöbel) zur Premiere zu verhelfen. Der Abend begann aber anders als es die Zuschauer Mehr »

Theater leben mit und hinter den Masken

Über ein Gespräch mit dem Intendanten der Landesbühnen Sachsen

Intendant Manuel Schöbel empfängt mich spätnachmittags in seinem großen Büro, er hat eine Stunde Zeit, anschließend möchte er zu einer Ballettprobe. Ein wenig muss ich warten, er beendet gerade noch ein Gespräch. Später wird er einen Anruf erhalten und mal eben schnell etwas zur Mehr »

Waldesruh

Unweit und südlich der Baumwiese gibt es einen Ort der Stille. Nein, keine Kapelle, kein Epitaph, nicht einmal ein Wegekreuz. Wir sind ja nicht in der Lausitz oder in Bayern. Und doch würde ich ihn als einen Ort der Stille bezeichnen, der insbesondere jetzt im Winter die Zeit für einen kurzen Moment still stellt, wenn Mehr »

Abschied, Trauer und Dankbarkeit

Zum Tod von Matthias Henkel

Seit 1994 schreibe ich in „Vorschau & Rückblick“ über Schauspielpremieren an den Landesbühnen Sachsen. Nicht alle konnte ich seither wahrnehmen – dazu waren es viel zu viele; nicht jede hat mich interessiert – dafür war die thematische Breite zu groß, aber ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass ich in Mehr »

75 Jahre „Landesbühnen Sachsen“ und George Taboris „Mein Kampf“

Ein Rückblick auf das Festwochenende am 19./20. September „Gerade in unserer heutigen sehr rationalen Zeit, die geprägt ist durch gesellschaftliche Veränderungen, aber auch Krieg und Verbrechen, brauchen wir das Theater als einen Ort des Innehaltens, des Nachdenkens über unsere Geschichte und unsere Utopien. Theater als Möglichkeit der Sensibilisierung und des Ansprechens von Emotionen.“ Das, liebe Mehr »

Zwischen „nicht mehr“ und „noch nicht“: Aus dem Alltag an der ehemaligen EOS „Juri Gagarin“ Radebeul im Jahr 1990

Teil 2: 2. Halbjahr 1990

Die Sommerferien zogen herauf und mit dem 6. Juli, dem Tag der Zeugnisausgabe für die 11. Klassen, war den Lehrkräften klar: So leer und überschaubar würde es an der EOS niemals wieder werden, denn längst war durch die Schulbehörde beschlossen worden, dass mit dem Schulbeginn am 3. September die EOS Mehr »

Zwischen „nicht mehr“ und „noch nicht“:

Aus dem Alltag an der ehemaligen EOS „Juri Gagarin“ Radebeul im Jahr 1990 (Teil 1) 1. Halbjahr 1990
Es waren unruhige Tage, Wochen, Monate. Der Wind des Wandels hatte spätestens seit Oktober 1989 auch durch die Gemäuer der Erweiterten Oberschule (EOS) „Juri Gagarin“ Radebeul geweht, und also fegte er mit unverhoffter Stärke und Geschwindigkeit Mehr »

Editorial 7-20

Liebe Leserinnen und Leser,
gut drei Wochen hatte die Wahl zur Bestimmung des neuen Leiters des Kulturamts die Gemüter vieler Radebeuler bewegt und unsere Stadt in die Schlagzeilen gebracht – bundesweit. Nun ist seit dem 2. Wahlgang bzw. der Wahlwiederholung vom 15. Juni klar, dass nicht der umstrittene Schriftsteller Jörg Bernig, sondern die noch Mehr »

Erfüllung, Erinnerung und das Fest der Auferstehung

Ein sehr persönlicher Nachruf auf Kirchenmusikdirektor i.R. Hans-Bernhard Hoch   Im Laufe meines Lebens habe ich, zu ganz unterschiedlichen Zeiten und Anlässen, einige Menschen kennen lernen dürfen, die durch Gesprächsfreudigkeit und menschenfreundliche Zugewandtheit ihre Umgebung für sich einnehmen konnten und deren Gegenwart gleichermaßen lehrreich und unterhaltsam für mich gewesen war. Besonders als Kind und Jugendlicher Mehr »

Die (jung gebliebene) Mutter aller deutschsprachigen Lustspiele

Lessings „Minna von Barnhelm“ hatte am 18./19.1. Premiere an den Landesbühnen Sachsen

Obgleich Lessing insgesamt ein Dutzend Stücke für die Bühne schrieb, werden doch seit langem nur noch einige wenige davon regelmäßig gespielt. „Nathan der Weise“ (1783) natürlich, auch „Emilia Galotti“ (1772), gelegentlich noch „Miß Sara Sampson“ (1755) und „Minna von Barnhelm“ 1767). Was daran Mehr »

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