Exkursionen zu verschiedenen Wappen in unserer Stadt (Teil 1)

In einem vierteiligen Beitrag begibt sich Dietrich Lohse auf Spurensuche an historischen Radebeuler Objekten die mit Wappen versehen worden sind. Die heraldischen Zierelemente schmücken die Häuser nicht nur in besonderer Weise, sondern erzählen zumeist auch vieles über deren Eigentümer und Geschichte.

Dieser Beitrag soll die systematischen Auflistungen von Detailgruppen zu bestimmten Themen der Architektur in unserer Stadt Radebeul, die von mir über die Jahre in „Vorschau & Rückblick“ veröffentlicht wurden, fortführen. Häusernamen, bäuerliche Torbögen und Untertraufmalerei waren u.a. solche Themen. Neben der kompletten Objektbeschreibung eines Winzerhauses oder einer Villa reizen mich hin und wieder auch solche Auflistungen, sozusagen Denkmalpflege „scheibchenweise“. Dadurch ergeben sich Aussagen zur Häufigkeit einer bestimmten Detailausbildung oder stilistischen Schmuckform und so sind auch direkte Vergleiche möglich. Im Grunde genommen waren auch die Titelköpfe des Jahres 2011 nichts anderes, hier jedoch ohne den Anspruch auf  Vollständigkeit – es hätte durchaus für noch ein weiteres Jahr gereicht! Mehr »

Vor zwanzig Jahren wurde die Jugendkunstschule im Landkreis gegründet

Ein Fazit und Ausblick

von Sebastian Hennig

Als in der Umbruchszeit vor zwanzig Jahren auch wertvolle Instrumente der Nachwuchsförderung unwiderbringlich preisgegeben wurden, initiierte die Kulturdezernentin von Meißen Monika Janke 1992 eine Jugendkunstschule auf Schloss Siebeneichen. Die Einrichtung war eine Frucht jener bewegenden Jahre, als für kurze Zeit die Hoffnung bestand, dass nun endlich einmal jene Leute die Verhältnisse gestalten werden, die sachlich gerüstet sind und auch menschlich das Format dafür haben. Wenn dem naturgemäß keine Dauer beschieden sein konnte, so wurde doch der eine oder andere Funken entzündet. Der brennt dann weiter und mit etwas Glück findet sich jemand, der den Ansatz versteht und weiterführt.  Für zahlreiche Schüler ebneten die Kurse in Malerei, Zeichnen, Design, Kostümbild, Keramik, Bildhauerei den Weg in den Beruf. Aber die Einrichtung dient nicht allein zur Anzucht neuer Künstlergenerationen, sondern hier werden allgemeine soziale und geistige Kompetenzen gefördert. Zudem wird jene Urteilsfähigkeit in Kunstdingen herangebildet, die den Genuss vertieft und die Schaffenden zu neuen Leistungen beflügelt. Mehr »

Die Bautzner Band „Café Jazz“ im Weißen Haus


Vor der bunt bestrahlten Bühne herrscht dichtes Gedränge. Aus den Boxen tönt laute Musik und hier und da hört man kurze Jubelschreie. Die Leute tanzen, singen oder nicken zumindest im passenden Rhythmus mit dem Kopf.

Wer bei dieser Situation an ein Rock-Konzert denkt, liegt gar nicht so falsch. Nur nicht in einer riesigen Halle oder einem Dresdner Kellerclub, sondern im Weißen Haus Radebeul. Am Samstag, den 14.Januar lockte die Bautzner Band „Café Jazz“ über 140 ihrer Fans in den Radebeuler Jugendtreff. Und so musste man drängeln, um sich kurz vor Konzertbeginn noch einen guten Platz zu sichern.

Kein Wunder, denn „Café Jazz“ ist eine deutschlandweit bekannte Band, die schon mehrere Preise gewonnen hat: Die fünf Jungs, deren Bandname von einem ihrer ersten Auftrittsorte herrührt, belegten den zweiten Platz beim „BEAT“ 2006, wurden Sieger beim „BEAT“ 2007 und beim „Bandclash“ Sachsen 2008. Im gleichen Jahren gewannen sie den Titel „Local Heroes“ beim bundesweiten Wettbewerb.

Ihre Musik ist eine Mischung aus Rock, Pop und Jazz, wobei jeder ihrer Songs nicht nur das musikalische Können der Bandmitglieder unter Beweis stellt, sondern auch für schlagartig gute Laune sorgt. Ihre deutschen Texte prägen sich leicht ein und der tanzbare Rhythmus treibt auch den ein oder anderen Bewegungsmuffel auf die Tanzfläche. Da kann es auch mal passieren, dass etwas Bier auf dem Boden landet oder man beim Tanzen mächtig ins Schwitzen kommt.

Kurz um, das Konzert von „Café Jazz“ im Weißen Haus hat gezeigt, dass man für ein tolles Konzert nicht nach Dresden fahren muss und auch, dass ein wenig Biergeruch noch keiner guten Party geschadet hat.

Disko, Diskussionen und dolle Konzerte

Das Weiße Haus in Radebeul

Nicht nur Washington hat es, Radebeul hat es auch. Nur ist es hier nicht Regierungssitz, sondern ein rege genutzter Treffpunkt für die Jugend: Das Weiße Haus in Serkowitz, Kötzschenbrodaer Str. 60. Seit dem Sommer 2006 gehört es offiziell zum Kulturamt der Stadt und bietet Jugendlichen einen Anlaufpunkt für Treffen, Tanzen und kulturelle Aktivitäten nach ihrem Geschmack. Mehr »

90 Jahre Buchhandlung Sauermann

Ja, 90. Geburtstag ist nicht 100. und Herr Sauermann sagte mir, ich solle bitte nicht so dick auftragen, aber ich denke, es lohnt sich schon, die wechselvolle Geschichte dieses Familienunternehmens kurz darzustellen. Mehr »

Danksagung

Der Verein Radebeuler Monatshefte e.V. „Vorschau & Rückblick“ bedankt sich ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern des Jahres 2011. So konnten wir sowohl das monatliche Erscheinen als auch unseren Internetauftritt gut realisieren. Mehr »

Zum 14. Mal in Folge

Das neue „Radebeuler Mosaik“ ist erschienen

Hat sich was mit Altersruhe! Die Mitglieder des Radebeuler Autorenkreises „Schreibende Senioren“ beobachten nach wie vor sehr genau, was um sie herum passiert. Gebündelt mit Jahrzehnten an Lebenserfahrung schreiben sie dann auf, was sie umtreibt. Und geben seit fast eineinhalb Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit einen jährlichen Almanach heraus, der ihre Arbeit bündelt. Das „Radebeuler Mosaik“ des Jahres 2011 trägt die Nummer 14. und gefüllt wurde es mit Prosa und Lyrik von insgesamt 15 Männern und Frauen, die allesamt in jenem Alter leben, das eigentlich zur Ruhe und Besinnlichkeit aufrufen soll. Doch das „Mosaik Nr. 14“ erweist sich – wie schon all seien Vorgänger als das glatte Gegenteil. Aus dem Blickwinkel der eigenen Lebenserfahrung betrachtet Elfriede Howard bspw. in einem Gedicht den Kontinent „Europa“. Das lässt sie mit den Worten enden „… doch ein einig Europa um jeden Preis – ist ein va banque Spiel…“ Mehr »

Eine Dame zu viel

Der Anfang klingt doch gut, oder? Das könnte eine schöne ARD-Schnulze 20.15 Uhr, ein Krimi im Paperback-Format oder ein raffinierter Schachzug auf dem Brett werden. Aber wer mich oder meine Texte kennt, wird ahnen: Nichts von dem und wenn doch, dann am ehesten ein Krimi… Mehr »

Meeting mit den Kindern der Nacht

Viel Beifall zur Premiere von „Dracula – Das Musical“ an den Landesbühnen Sachsen

An welchem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte mag es wohl gewesen sein, als der Gedanke des ewigen Lebens bzw. des Untotseins entstand. Sicher dann, als der menschliche Verstand begriff, das Leben ein rein biologischer Vorgang ist und die Vergänglichkeit nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern ebenso auch für das Menschengeschlecht Gültigkeit hat. Der Mensch aber als einzig existierendes vernunftbegabtes Wesen wollte dieses absolute Ende so nicht hinnehmen. Und so bastelte er sich folgerichtig die Legende eines über den Tod hinaus Existierens menschlicher Substanz zusammen. Zum Glück, denn ohne diese Überlegungen gäbe es heutzutage weder die bleiche und dürre Gestalt des Nosferatu (oder auch Dracula genannt) und auch nicht die ganz aktuelle und erfolgreiche Filmserie, die sich des Vampirismus unter Jugendlichen widmet. Mehr »

Jahreswechsel

von Thomas Gerlach

Als ich auf meine Bank kam, um den Jahres-Wechsel einzulösen, wurde ich weggeschickt: Banken geben nicht, die nehmen, erinnerte ich mich. Schließlich hatte uns die überregionale Presse bis zum Überdruss vorgeführt: Gehörte Radebeul noch bis vor reichlich 20 Jahren zum Tal der Ahnungslosen, hat es sich nun zum Hort der Glücklichen gemausert, wo die Leute so reich sind, daß eigentlich alle Gartenzäune aus purem Gold sein müßten. Das sind sie aber nicht, und es sähe wohl auch nicht schön aus – aber darum geht’s hier schon lange nicht mehr. Mehr »

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