Editorial Juniheft

Die Stadt Radebeul kann sich an einer bemerkenswert hohen historischen, nicht selten auch denkmalgeschützten Bausubstanz erfreuen. So wurde seit den Wendejahren eine Vielzahl von Villen nicht nur vor dem endgültigen Verfall bewahrt, sondern durch das Engagement der Bauherren wieder zu altem Glanz verholfen. Finanzielle Möglichkeiten wie auch die den Objekten geschuldete Sensibilität bilden für das Erscheinungsbild eine wichtige Basis. Nach nunmehr über zwei Jahrzehnten hatten sich die meisten zum Teil auch komplizierten Eigentumsverhältnisse insoweit geklärt, dass die Voraussetzungen für langfristige Investitionen gegeben waren. Mehr »

Bildungsfernsehen für das Bürgertum

Zur Premiere von „Die Ratten“ an den Landesbühnen am 21./22. April 2012

Zu Beginn drei Mutmaßungen über das treue Premierenpublikum an den Landesbühnen in Radebeul. Erstens: Es gehört nicht der sozialen Schicht an, die Politiker und Soziologen seit einigen Jahren als „Prekariat“ bezeichnen. Zweitens: Es hat keine oder nur sporadische Erfahrungen mit Sendungen des Privatfernsehens, die das Leben eben dieser Schicht zur Schau stellen, indem sie eine inszenierte Realität mit angeheuerten Laiendarstellern schaffen. Mehr »

Der Goldregen (Laburnum)

Ein typisches Ziergehölz der Radebeuler Villen- und Landhausgärten

Alljährlich im Mai erfreuen uns in vielen Gärten die gelben Blüten des Goldregens. Die üppig herabhängenden Blütentrauben sind wunderschön anzusehen und gaben diesem beliebten Ziergehölz auch den Namen. Mehr »

Exkursionen zu verschiedenen Wappen in unserer Stadt (Teil 4)

Hier finden Sie den ersten, zweiten und den dritten Teil unserer Serie.

10. Hohe Straße 8

Hohe Straße 8, um 1930

Das Anfang der dreißiger Jahre errichtete Wohnhaus Hohe Straße 8 trägt über dem Eingang ein Wappen, das sich auf den damaligen Erbauer und Eigentümer, Herrn C. Porzig, bezieht – die heutigen Eigentümer haben keinen Bezug zum damaligen Eigentümer bzw. dessen Wappen. Das mit Helmzier versehene, deutlich nach links verkippte Wappen, einen geöffneten Torbogen mit Rose darin zeigend, ist hier offenbar kein Adelswappen, eher ist wohl von einem Freimaurerwappen auszugehen. Genauere Angaben waren aber derzeit nicht zu erhalten. Das Material vom Schlussstein mit Wappen könnte Kunststein sein, es zeigt im Wappen selbst erkennbare Verwitterungsspuren (Rose) sowie einen horizontalen Riss. Mehr »

Wenn der Fuchs sein Gedächtnis vergisst

In einem Kinderbuch wird es so beschrieben: „Der Fuchs bekam weiße Barthaare, ein paar Narben hier und da und er wurde auch ein bisschen vergesslich. Zuerst brachte er die Wochentage durcheinander. Er ging am Mittwoch in die Kirche und wunderte sich, warum der Chor der Gänse nicht sang. Oder er vergaß den Geburtstag eines Freundes und kam ohne Geschenk. Oder er hatte ein Geschenk dabei und niemand hatte Geburtstag. …“ Und so weiter. Mehr »

Artists in Residence

Die Landesbühnen Sachsen startet das Vorhaben „eLBe – Über(n)flussgesellschaft“

Manuel Schöbel sitzt seit nunmehr einem guten halben Jahr auf dem Sessel des Intendanten der Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Wobei „sitzt“ eigentlich nicht zutrifft, denn der Workaholic Schöbel wartet seit seinem Amtsantritt fast an jedem Tag mit einer neuen Idee auf. Neuester Clou ist eine projektbezogene Förderung aus dem Topf der Bundeskulturstiftung. Sie stellt nämlich dem Radebeuler Theater für die rund zweieinhalbjährige Dauer eines Projektes insgesamt den beachtlichen Betrag von 150 000€ zur Verfügung. Mehr »

Zehn Jahre Villa Teresa in Coswig

Zehn Jahre sind vergangen, seit am 10. April 2002 die Kötitzer „Villa Teresa“ eingeweiht wurde. Aus Anlass dieses runden Jubiläums fand in der Villa eine festliche Soiree statt, zu der der Pianist Prof. Peter Rösel (Dresden) Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms spielte. Prof. Peter Rösel wirkt als Schirmherr der Teresa Carreño & Eugen d’Albert Gesellschaft, deren Hauptziel die Belebung und Ausgestaltung der „Villa Teresa“ zu einem Begegnungs- und Kulturzentrum, sowie die Erforschung und musikhistorische Pflege des Lebens und Wirkens des Künstlerehepaares Teresa Carreño und Eugen d´Albert und ihres Freundeskreises ist. Mehr »

Jubiläum in der Region

20 Jahre Sächsische Weinstraße

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Editorial Maiheft

Nun heißt es wieder May im Mai! Und bald wird es im romantischen Lößnitzgrund für ein Wochenende mit der idyllischen Stille vorbei sein. Denn mit den nunmehr 21. Karl-May-Festtagen, die vom 18.-20. Mai stattfinden werden, geht das beliebte zweite große Radebeuler Volksfest bereits in das dritte Jahrzehnt seines Bestehens. Mehr »

Käpt’n Blaubär, Old Surehand und eine Sommerlounge

Landesbühnen Sachsen steuern mit neuen Ideen die Zukunft in einer anderen Rechtsform an

Viel Neues, reichlich Bekanntes und jede Menge Traditionelles – so klang es in der Botschaft von Manuel Schöbel, dem neuen Intendanten der Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Gewiss; er hat’s derzeit nicht gerade leicht. Steht er doch vor der schwierigen Aufgabe, das Schiff des mittlerweile mehr als 70-jährigen Radebeuler Reisetheaters in eine allseits unsichere Zukunft zu steuern. Eine Zukunft, in der für die Politik die Bereiche Kunst und Kultur – wie schon immer – eher unter »ferner liefen« rangieren. Denn alle – sicherlich reiflich durchdachten und auch wohlklingenden – Pläne zur Kostenersparnis im Theater würden schon bald zu Makulatur, rappelte sich die krisengeschüttelte EU nicht ganz schnell wieder auf. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben es gezeigt; in Krisenzeiten wird zuerst der Ballast abgeworfen. Und Einrichtungen der Kunst und Kultur, die sowieso permanent auf Subventionen angewiesen sind, haben dabei kaum Überlebenschancen. Den Kunstfreunden drohen jedenfalls herbe Verluste. GMD Michele Carulli brachte es während der Matinee zur Premiere der Oper »Die lustigen Weiber von Windsor« auf den Punkt, als er konstatierte »Dieses Orchester wird es – so wie Sie es bisher gehört haben – nie wieder geben!« Mehr »

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