Autorenenarchiv: Bertram Kazmirowski

Sympathisch unprätentiös

Zur „Winnetou“-Neuverfilmung zu Weihnachten 2016 An die Weihnachtsfeiertage 1982 kann ich mich noch ganz gut erinnern. Ich sehe unsere Familie, wie sie einträchtig vor dem Chromat-Farbfernsehgerät versammelt ist und Winnetou und Old Shatterhand durch den Wilden Westen – oder was wir damals dafür hielten – reiten sieht. Karl May im DDR-Fernsehen war ein Straßenfeger, was Mehr »

Von einem der wegging, um sich einen Namen zu machen

Interview mit Frank-Jürgen Weise anlässlich seines 65. Geburtstags am 8. Oktober 2016

Wenn wir in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten in unserem Heft Persönlichkeiten porträtiert oder interviewt haben, dann handelte es sich fast ausschließlich um Menschen, die als Kunst- und Kulturschaffende unser Leben bereichert und Radebeul seinen unverwechselbaren Charakter als Herz und Sinne anregende Stadt verliehen Mehr »

Kunst statt Sport an einem Ort

Eindrücke vom 38. Radebeuler Grafikmarkt

Ein Trend der modernen Kulturvermittlung ist die Entkopplung von Veranstaltungsort und Veranstaltungsformat. Nur so funktionieren Klassikkonzerte in Autofabriken, Ausstellungen in Bankhäusern und Performances in Industriebrachen. Inhalte suchen sich ihre Hüllen, auch wenn diese eigentlich anderen Zwecken dienen. Manchmal kommt es vor, dass erst der Kontrast von Inhalt und Form Mehr »

Ein bewegtes Leben in 1000 Wörtern

Der Versuch einer Gratulation für Wolfgang Zimmermann Lieber Wolfgang,
hast du eine Vorstellung davon, wie viele Personen du in deiner langen journalistischen Laufbahn für „Vorschau & Rückblick“ porträtiert hast? Ich habe einmal überschlagen und behaupte: es müssen an die 100 sein. Darunter waren vor allem Schauspieler, Musiker, Autoren und bildende Künstler, die meisten davon Mehr »

Auf ein Neues im nächsten Jahr!

Zum XJAZZ-Festival am 27./28. Mai in Radebeul im Mai-Heft der „Vorschau“ kündigte Jazzlegende Günter Baby Sommer ein für Ende des Wonnemonats (27./28.) in Radebeul geplantes Jazzfestival unter dem Titel XJAZZ an und warb um breite Akzeptanz unter Musikfans der Region, damit es zu einer Tradition werden möge. XJAZZ ist, das sollte man wissen, ein seit Mehr »

Gebaut, um zu überzeugen

Zur Eröffnung des Pressenhauses der Hoflößnitz am 28.05.16 Wer in den letzten Monaten aufmerksam unser Heft gelesen hat, dem konnte die Bedeutung der Hoflößnitz für die Außenwirkung Radebeuls als größter Ort entlang der Sächsischen Weinstraße einerseits und die Binnenwirkung dieses Identität stiftenden Ensembles aus Architektur und kultivierter Weinlandschaft für viele Radebeuler andererseits nicht entgehen (vgl. Mehr »

Mäßig unterhaltsame Tischgesellschaft

Zur Premiere von „Die Ritter der Tafelrunde“ am 5. März 2016 an den Landesbühnen Sachsen

Eine Schlange vor der Abendkasse bis fast nach Draußen; Händeschütteln und Smalltalk von Staatsministerin zu Landrat zu Oberbürgermeister; Theaterschaffende vom Hause selbst aber auch von weiter weg als Gäste unter dem gewohnten Stammpublikum: Man konnte den Eindruck gewinnen, als sei Mehr »

Reger Zuspruch und lebhafte Diskussion

Zur Jahresmitgliederversammlung von „Radebeuler Monatshefte e.V.“ Eine mit Verspätung beginnende Vereinsversammlung des „Radebeuler Monatshefte e.V.“ ist für unsere langjährige Vorsitzende Ilona Rau kein Grund zur Besorgnis, denn erstens gab es das früher gelegentlich auch schon und zweitens wurde es noch nie als Problem empfunden, warum auch, wir sind ja ein entspannter Verein. Eine Jahresversammlung, der Mehr »

Mit Tom Tagtraum durch das Jahr 2016

Liebe Leserinnen und Leser,
seit vielen Jahren gehört Literatur zu den Themen in „Vorschau und Rückblick“, die unser Heft bereichern und lesenswert machen. War es über lange Zeit einerseits der Kreis der „Schreibenden Senioren“, deren Lyrik und kurze Geschichten aus dem Alltag für Schmunzeln und Nachdenklichkeit sorgten, andererseits Reiner Roßberg, der über viele Jahre Mehr »

Anspielen gegen die traurige Realität

Zum Theaterspektakel „Irrtümer II“ an den Landesbühnen Sachsen

Dass wirkmächtiges Theater unmittelbar auf die Zeitgeschichte reagiert und damit zu einem Ort der Konfrontation des Publikums mit den jeweiligen Lebensbedingungen gerät, ist ein so banaler Satz, dass ich ihn mir unter normalen Umständen als Beginn einer Besprechung nicht zu schreiben trauen würde. Allerdings bekam das zweite Mehr »

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