Zum Titelbild Juli 2014

Ohne die diesjährige Titelbildserie wäre es mir wohl nie in den Sinn gekommen, mit der Malerin und Grafikerin Lieselotte Finke-Poser darüber zu plaudern, wie sie einst das Schwimmen erlernte. Als Kind wurde sie zunächst an die »Angel« gehängt. Doch als der Bademeister schließlich stöhnte: »Die Kleine säuft uns das ganze Becken aus!«, musste der Versuch abgebrochen werden. Später fuhr sie dann immer in den Schulferien zur Großmutter und lernte dort in einer nahe gelegenen Badeanstalt das Schwimmen fast nebenbei, völlig ohne Druck. Heute mit 89 Jahren geht Lieselotte Finke-Poser nun nicht mehr ins Freibad, aber die Erinnerungen an einstige Badefreuden lassen ihre wasser- blauen Augen noch etwas intensiver leuchten. Unsere schwergewichtige Titelbild-Nilpferd-Madam hingegen schaut recht griesgrämig drein. Was des einen Freud, ist des anderen Leid. Sommer, Sonne, Badestrand – aber wohin mit den überflüssigen Pfunden? Ein antiquiertes Badekleid im Zille-Design kann nicht alles verbergen und scheint wohl ein wenig aus der Zeit zu fallen, so wie dessen Trägerin, denn Barock ist out. Wie man es allerdings als Vegetarier auf ein Lebendgewicht bis zu 90 Zentnern bringen kann, wird wohl ein ewiges Nilpferd-Geheimnis bleiben.
Karin (Gerhardt) Baum

Durst

Mit Durst ist hier im Fall so ein richtiger, ehrlicher Durst gemeint, so mit pelziger Zunge und Trockenheit bis in den Hals hinunter. Selbst der Schweiß auf der Haut wird weniger, er perlt und läuft schon nicht mehr. Gibts hier nicht, sagt Ihr? Gibt es doch. Wenn der Winzer so in strahlender Sonne auf seinem Rebhang steht und sein hart´ Werk hat, dann kommts schon vor. Mehr »

Von Fall zu Fall: Die Flucht des Dissidenten

Eine Sonderausstellung im Lügenmuseum

Angeregt durch den Fall der Mauer vor fünfundzwanzig Jahren hat Richard von Gigantikow am 23. Mai im Lügenmuseum eine Sonderausstellung eröffnet. An Hand von Collagen, Lithografien und Objekten, die der Künstler meist gemeinsam mit seinem Freund und Wegbegleiter Albrecht Hillemann geschaffen hat, wird der Weg nachgezeichnet, den Reinhard Zabka zu gehen hatte, um Richard von Gigantikow werden zu können. In dem er die Ausstellung dem Gedenken an die friedliche Revolution widmet, stellt der Betreiber und Kurator sich und sein Museum in eine Reihe mit denjenigen Einrichtungen und Persönlichkeiten (die beginnt beim Bundestag und hört beim Dorfclub noch lange nicht auf), die Jahrestage und andere Äußerlichkeiten nutzen, innere Befindlichkeiten öffentlichkeitswirksam in Ordnung zu bringen. Er zeigt sich damit unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit enger und deutlicher verbunden, als seine Kritiker wahrhaben wollen.

Emma von Hohenbüssow, die legendäre Gründerin des Museums fühlt sich inzwischen auch in dem noch immer weißgekachelten Raum der ehemaligen Fleischverkaufsstelle einigermaßen sicher. Dank ihrer Erfahrung, daß das Ei, dem sie ihre eigene Herkunft verdankt, von jemandem gelegt worden sein mußte, der noch früher da war, konnte sie das für die Ausstellung entscheidende Stichwort geben: Früher da war ziemlich alles ziemlich banal.

Zabkantikow hat das Banale materialisiert. In einer der Collagen vereinigte er schreibmaschinenschriftliche Zeilen zum Bild. Sie stammen aus offiziellen Schreiben diverser Staats- und anderer Räte, mit denen diese auf Einsprüche des Autors gegen die Ablehnung einer Urlaubsreise nach Ungarn reagierten.

Auf diese Weise bewahrt und dokumentiert der Betroffene Erinnerungen an Geschehnisse, von denen selbst die Bundeskanzlerin nicht müde wird zu betonen, daß sie nie vergessen werden dürfen: Erinnerungen an staatliche Willkür und die versuchte Unterdrückung von Individualität und freiem Gedankengut. Er bewahrt sie in puris naturalibus, also in lächerlicher Nacktheit. Damit ist er weit entfernt von jeder ostalgischen Verklärung, die sich nur gar zu gern und allzu rasch in der kabarettistischen Schwebe zwischen Das war nicht alles schlecht und Das war alles nicht schlecht so häuslich eingerichtet hat.

Noch während der Eröffnung wurde offenbar, daß, wie Emma zu Protokoll gab, damals sogar das freie Eierlegen aus Sicherheitsgründen untersagt war.

Doch auch in der Kunst gilt: Jede Aktion ist Re-aktion. Deshalb lag für viele Führungsoffiziere der Schluß nahe, Künstler seien reaktionär, was sie zu höherer Aufmerksamkeit spornte. Dabei kamen ihnen die zahlreichen Malergesellen zu Hilfe, die sich vor allem aufs Anschwärzen verstanden, was sich später an ge-schwärzten Unterlagen nicht mehr vollständig ablesen ließ. Auch dafür bietet die Ausstellung Beispiele.

Hier ist nun ein Hinweis von Kurt Schwitters wichtig: Für die Herren Kunstkritiker füge ich hinzu, daß es selbstverständlich ein weit größeres Können erfordert, aus der künstlerisch nicht geformten Natur ein Kunstwerk auszuschneiden, als aus einem eigenen künstlerischen Gesetz ein Kunstwerk mit beliebigem Material zusammenzubauen. (K. Schwitters: i, ein Manfest)

Auch auf die Gefahr hin, in Widerspruch zu biblischen Geboten zu geraten, ist jedermann aufgerufen, sich nicht nur ein Fest, sondern vor allem selbst ein Bild zu machen. Das ist bis Jahresende zu den Öffnungszeiten möglich, und ich füge hinzu: Es lohnt sich auf jeden Fall.

Thomas Gerlach

Mit Jürgen Stegmann auf Reisen durch Sprachwelten und Wörterdschungel

Der Radebeuler Schauspieler Jürgen Stegmann, über viele Jahre hinweg Ensemblemitglied der Landesbühnen Sachsen (bis 2012), machte bereits früher mit einem Balladen-Programm auf sich aufmerksam, das auf Schüler zugeschnitten war und deshalb gern von Schulen gebucht wurde. Nun, da er als freischaffender Schauspieler nicht mehr den Zwängen des Proben- und Spielplans eines überregional tätigen Reisetheaters unterworfen ist, hat er für mancherlei Projekte Zeit und Muße. Mehr »

Geschichte und Geschichten zum Mitfühlen und Mitdenken

Es gibt Wörter und Wortgruppen, die dem Englischen entspringen und in das Gegenwartsdeutsch eingeflossen sind, weil unsere Sprache keine vergleichbar präzise oder griffige Wendung den Sprechern zur Verfügung stellt. Eine solche Formulierung ist „Win-win-Situation“, womit man auf das englische Verb „to win“ (gewinnen) Bezug nimmt und ausdrückt, dass ein bestimmter Vorgang von allen beteiligten Personen als vorteilhaft empfunden wird. Mehr »

Die Villa „Eugenie“ auf der Eduard -Bilz -Straße 42 –

verein für denkmalpflege und neues bauen
ein Rückblick auf unsere Veranstaltung „Häuser und ihre Besitzer“ im Hause Szymkowiak

Anmutig und einladend liegt die schön restaurierte Villa im oberen Teil der ehemaligen Sophienstraße, der einstigen Vorzeigestraße der Baumeister Ziller. Hohe Bäume umrahmen das helle Gebäude, attraktive Blumenbüsche beleben die großen Rasenflächen. Eine Fontäne plätschert im Vorgarten. Im gebogten Giebel des Hauses steht der Name der Villa, EUGENIE Mehr »

10 Jahre Sächsischer Weinwanderweg

In diesem Jahr gibt es ein weiteres Jubiläum im Elbtal zu feiern oder genauer: zu begehen. Zwei Jahre nach der 20-Jahr-Feier der Sächsischen Weinstraße (für Autos) gilt es nun, den Weinwanderweg (für Fußgänger) gebührend zu beachten und zu beschildern.

www – galt diese Abkürzung bisher nur für das weltweite Netz, so verwenden Fachleute in diesem Jahr die Abkürzung für den WeinWanderWeg (das sächsische Element fällt weg, da es selbstverständlich ist). Das dazu gehörige Logo am Wegesrand zeigt eine stilisierte weinrote Traube mit einem großen S darüber in einem ovalen Rahmen.
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Initiator des 90 Kilometer langen Wanderwegs war damals Werner Starke, der dann auch Autor der Broschüre über den Sächsischen Weinwanderweg wurde. Er hatte bereits 1997, inspiriert durch das Wandern entlang der Deutschen Weinstraße, die Idee und wandte sich damit an den Tourismusverband Sächsisches Elbland und die Anlieger-Kommunen.
Nach vielen Begehungen und Hürden aller Art, vor allem bürokratischen, wurde der www im Jahr 2004 eingeweiht und gilt heute nicht nur als Wein-, sondern vor allem als Weitwanderweg mit sechs Tagesetappen, wenn man im Durchschnitt 15-18 Kilometer am Tag bzw. 5-6 Gehstunden zugrunde legt.

Natürlich gab es vorher schon Wege durch die oder entlang der Weinberge zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz, die seit alters her bestehen. Aber es bedurfte doch etlicher Initiativen, rühriger Ortsvereine – besonders auf dem Gebiet des Dresdner Elbhangs -, um den Weg durchgängig als solchen begehbar und erkennbar zu machen, das heißt: zu beschildern.
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„Dass die Route leider nicht immer dem idealen, landschaftlich schönsten Verlauf folgen kann, liegt in vielen Fällen am Privatbesitz von Wegen, an fehlenden Mitteln, bestimmte Wegabschnitte zu sanieren oder zu sichern, zum Teil aber auch an nicht nachvollziehbaren kommunalpolitischen Erwägungen“, schreibt Werner Starke in seinem Vorwort „zum Geleit“ in der Broschüre „Sächsischer Weinwanderweg“ (3. Auflage, 2008). Das hat sich bis heute nicht geändert.

Die Broschüre wird nicht mehr neu aufgelegt, ist aber noch für 4 Euro zu haben. Sie enthält zwar viele Infos, was sich am Wegesrand zu besichtigen und für die Einkehr lohnt, aber sie hat vor allem in kartographischer Hinsicht einige Mängel und insofern auch Beschwerden eingebracht, was die Reihenfolge der Karten und die Anschlusskarten betrifft. Auch erwies sich die Klebebindung als unpraktisch für die Wanderer während des Wanderns. Und schließlich waren die Aktualisierungen der Karten problematisch, da die Kartographie 2003 noch über den Lehrstuhl für Kartographie der Technischen Universität Dresden im Rahmen einer Diplomarbeit erstellt worden waren, die Diplomanden aber längst aus der Uni raus sind.

Weinwanderweg bei Diesbar-Seußlitz

Weinwanderweg bei Diesbar-Seußlitz


Auch heute im Jubiläumsjahr ist nicht alles perfekt. Deshalb hat sich es der Tourismusverband Sächsisches Elbland zur Aufgabe gemacht, zumindest die Beschilderung zu komplettieren, fehlende, gestohlene oder beschädigte Schilder zu erneuern. Mit Schildern, Nägeln und Farbe im Rucksack sind etliche Ehrenamtliche unterwegs: Es gibt zwei Kreiswegewarte (historisch bedingt durch den ehemaligen Landkreis Großenhain = Kreiswegewart Nord und den ehemaligen Landkreis Meißen = Kreiswegewart Süd) sowie die Ortswegewarte der neun (!) Anliegerkommunen. Alle Kreis- und Ortswegewarte arbeiten ehrenamtlich nur gegen eine kleine Aufwandsentschädigung. Ansonsten werden seitens der Orte auch Bauämter, Grünflächenämter o. ä. Bereiche einbezogen. Die Koordination läuft über die beiden Kreiswegewarte.

Größere Änderungen beim Routenverlauf des www soll es nicht geben, heißt es aus dem Tourismusverband Sächsisches Elbland. Die einzelnen Kommunen hatten ihre Etappen zur Korrektur erhalten, auch die Kreiswegewarte – aber da soll es nur kleine Ergänzungen am Rande der Strecke gegeben haben. Und in Pirna ist der Startpunkt verändert worden. Dies alles ist in eine neue Kartenmappe eingeflossen. Die Klarsichthülle enthält wieder die 6 Einzelkarten pro Etappe, größer und aufklappbar, dazu noch einen linkselbischen Wanderweg (allerdings ohne Beschilderung), jeweils im Maßstab 1:30.000. Sie finanziert sich aus Werbeeinnahmen und dem Verkauf zu 6,50 €. Auch die Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr sind darin aktualisiert worden – im Laufe von 10 Jahren erfolgten dort sicher die meisten Änderungen -, ebenso die Fotos. Wer keine Karten kaufen kann oder will, vertraut entweder auf die (verbesserte) Markierung entlang des 90 Kilometer langen Weges oder macht sich online vorher schlau: im www, und damit ist nun wirklich das world wide web gemeint.

Karin Funke

Editorial

Sommerabendvergnügungen in Radebeul 2.0 – das herrliche Wetter zieht die Menschen in ihre Gärten. Ein jeglicher sucht im Schutze des Grüns Erholung und Zerstreuung auf seine Weise. Während einige mit Bier, Wein oder Longdrinks auf Rekonvaleszenz bedacht sind, mühen sich andere mit schlichtem Gartengerät im Jäten und Grubbern. Ein Massenphänomen stellt allerdings die Schar der Grillmeister dar, deren nahezu täglich erprobten Künste die Abendluft mit einer verdächtigen Mischung aus gegrilltem Fleisch und Grillanzünder smokeartig schwängert. Aber all dies ist im Grunde Frieden pur. Gäbe es da nicht die rasch wachsende Zahl der modernen Kleingärtner, die sich »baumarktverwöhnt« ein Arsenal von nützlichen Ohrenquälern zulegen. Schließlich gibt es immer was zu tun. Ein Rasenmäher wirkt da hier noch wie ein Wiegenlied. Allseits beliebte Rasentrimmer haben da schon einen anderen Sound. Schreiende Sägen im Lichte der Abenddämmerung traktieren ganze Straßenzüge. Auch fauchende Flammenwerfer zur Bekämpfung des unerwünschten Unkrauts im Schnittgerinne mindern an Sonntagvormittagen nachhaltig den Erholungswert. Selbst für den Herbst gibt es für den ambitionierten Kleingärtner nunmehr ein neues Sportgerät: Das Laubgebläse. Aber, liebe Leserinnen und Leser. Es gibt noch eine nicht immer zu beneidende Anwohnerschaft, die vermeintlich zu den Privilegierten zählt: Nämlich die, die am Fuße der Weinberge residieren. So zauberhaft sich der Anblick darstellt, so trügerisch ist nicht selten die akustische Wirklichkeit. Im Umfeld der wenigen gewerblichen Winzer, bilden die zahllosen Hobbyweingärtner mit ihren in den Abendstunden am Limit laufenden Motorspritzen und Motorsensen eine hartnäckige Gilde. Naturgemäß frönen sie ihre Leidenschaft ja in den Feierabendstunden. Dennoch sollten wir dankbar sein, dass nicht wenige Weinbergverliebte mit ihrer Schufterei zum Erhalt der wertvollen Kulturlandschaft beitragen.

Sascha Graedtke

Zum Titelbild Juni 2014

Mit flottem Strich zeichnete Lieselotte-Finke Poser für unser Juni-Titelbild zwei Frösche. Den einen als Dirigenten, den anderen als Sänger. Vor allem der Sänger – vermutlich ein Tenor – wirkt ziemlich aufgeblasen, was wohl als ironischer Seitenhieb auf die Eitelkeiten in der Welt der Musik zu verstehen ist, zu der die Künstlerin seit jeher eine innige Beziehung pflegt. Der Großvater war Klavierbauer und der Vater führte die Familie jede Woche in die Oper. Obwohl die angehende Künstlerin eigentlich niemals heiraten wollte, war es die Musik, die sie mit dem Musikstudenten Willi Finke, ihrem späteren Mann, zusammenbrachte. Als dieser dann eine Flötisten-Stelle an den Landesbühnen Sachsen angeboten bekam, zog sie mit ihm nach Radebeul. Die Musik begleitet sie bis heute. Vor allem wenn sie malt oder zeichnet, hört sie dazu sehr gern klassische Musik. Als wenig musikalisch gilt hingegen der Frosch, was ihn jedoch kaum zu stören scheint. Völlig uneinsichtig sitzt er in jedem Tümpel, quakt zum Gott erbarmen und hält sich für einen großen Sänger. Sein Gesang indessen ist so schaurig, dass sich der Storch entschloss, dem Gequake ein wirksames Ende zu bereiten. Auch die Mäuse erklärten dem Frosch den Krieg und hätten zu guter Letzt die Götter nicht eingegriffen, so würde längst kein Frosch mehr an Schwarzes Teich den Chören zum alljährlichen Waldparksingen Konkurrenz machen können. Den Göttern sei Dank!

Karin (Gerhardt) Baum

David, 29

schmidtAm 29. April hat David Schmidt seine letzte große Reise angetreten. Mehr als genau 29 Jahre waren ihm hier nicht gegeben. Er war so vieles für viele Menschen in Radebeul und anderswo auf der Welt: Freund, Bruder, Gesinnungsgenosse, Punk, Rebell und Partner. Er hat sich immer wieder zu Wort gemeldet, im Stadtrat, in seiner Partei, unter Bürgern verschiedenster Auffassungen. Auch in dieser Zeitschrift. Schön, gerecht, demokratisch und nazifrei wollte er seine Heimatstadt haben. Wir werden ihn sehr vermissen, doch seine Inspiration wird weiterwirken.

 

David, 29

er war doch gerade noch da
und hat aus seinen augen geblitzt
hat sich für das essen bedankt und das bier
ist vor uns in pose gegangen für ein gartenfoto
hat gelacht über alle schmerzen hinweg

er kam doch gerade noch gelaufen
mühselig und langsam als lässig verpackt
aber lebendig

es ist ja nicht lange her
dass wir spaß mit marmelade gemacht haben
seine klitzige schrift steht noch auf den deckeln von
made in radebeul bio stachelbeer himbeer marmelade und
the stachelbär himbeer monster marmelade und
johannisbeer gelee lecker und bekömmlich

und ganz vor kurzem hat er sich für die massage bedankt
weil er dann seine füße wieder spüren konnte

jetzt schwebt er irgendwo
und wir versuchen seine hand zu fassen
verbunden zu bleiben
für spätere späße
bei denen er zuschauen und kichern kann

schnell noch hat er seiner liebsten eine amsel geschickt
black bird, mit beatles begleitung
und dem tip mit den gebrochenen flügeln weiter zu fliegen
wir haben das lied mitgepfiffen
singen hätten wir nicht gekonnt

so weit kann er einfach nicht weg sein
wenn wir wachsam bleiben
augenblitze gibt es immer wieder

lasst sie uns sammeln
sterntalergleich
und weitersprühen
überallhin

christine ruby

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