Monatsarchiv: Juni 2021

Theater leben mit und hinter den Masken

Über ein Gespräch mit dem Intendanten der Landesbühnen Sachsen

Intendant Manuel Schöbel empfängt mich spätnachmittags in seinem großen Büro, er hat eine Stunde Zeit, anschließend möchte er zu einer Ballettprobe. Ein wenig muss ich warten, er beendet gerade noch ein Gespräch. Später wird er einen Anruf erhalten und mal eben schnell etwas zur Mehr »

Mit Bernhard Theilmann poetisch durch das Jahr

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Bauernhäuser in Radebeul Juni 2021

Altlindenau 28 Wir stehen vor einem Dreiseithof, der von der Straße etwas abgerückt ist. Das alte Wohnhaus des Herrmannhofs war am 19. Dezember 1880 abgebrannt. Der Bauer Karl Ernst Herrmann ließ es „etwas moderner“ mit verändertem Standort (90° gedreht), massiv, also ohne Fachwerk, und mit mehr Geschoßhöhe bis 1885 wieder Mehr »

Radebeuler Miniaturen

Der Tsunami-Komplex

„Es kommt alles ans Licht, was unterm Schnee begraben wird“. Sagen wir mal so: Es hat doch endlich wieder mal richtig geschneit im Februar. Der Schnee war vom Saharastaub gelb gefärbt, aber die LKW haben trotzdem reihenweise quer gestanden auf den Autobahnen: Feinstaub bildet zwar Kristallisationskerne für Schneesterne, ist aber deswegen noch lange Mehr »

Virtueller Ausflug

Eine Glosse?

In Pandemiezeiten ist man schon ganz schön angeschmiert. Man kommt nur schwer vor die Tür, auch weil einem die Lust dazu gehörig vergangen ist. Denn, wohin soll man seine Schritte lenken, ist ja eh alles zu! Früher, ja früher, war alles besser. Selbst die Fantasielosesten konnten wenigstens Einkaufen oder wie der Neudeutsche jetzt Mehr »

Pleinair und Workshop im Künstlerhof Kunath in Röhrsdorf

Allzu große Gewohnheit läßt das Notwendige rasch banal erscheinen: der Wert des Paradieses zeigt sich mit seinem Verlust. Die Kunst ist (besser: die Künste sind) im Laufe der Anthropogenese zu einer menschheitsformenden Notwendigkeit geworden. Die gegenwärtigen Einschränkungen: keine Konzerte, keine Theater, keine Ausstellungen, … haben die Dimension einer (hoffentlich temporären) Vertreibung aus dem Paradies. Künstler Mehr »

Ein Stück deutsche Politik im Spiegel einer älteren Buchreihe

In meinem Bücherregal ganz oben rechts (das meint keine politische Orientierung) steht die Reihe „Unsere schöne Heimat“, diese Überschrift klingt vielleicht etwas angestaubt und würde heute die Leser kaum in Scharen in die Buchläden locken. In den 50er Jahren aber hatte es einen Klang und die Bücher wurden gern gekauft. Ich kann mir vorstellen, daß Mehr »

Mitten am Waldrand

Schönste Kleingartenanlage Dresdens in Radebeul?

In der Überschau wirkt die Anlage „Am Waldrand“ wie eine weiträumige Lichtung, die an drei Seiten von hochgewachsenen Parkbäumen und Waldsäumen umgeben ist. Besonders abends kommt diese Lage zur Geltung, wenn das Aufflammen der Kiefernstämme des Heiderands im Abendrot eine ergreifende Stimmung erzeugt, während in naher Ferne die Elbtalhänge der Mehr »

Freie Kunsthalle Radebeul

Gleich zu Beginn meiner Arbeit im Lügenmuseum wurde ich Teil eines Kunstprojektes „Labylysium“ auf den gerade fertig gestellten Burgplatz, mitten in der Innenstadt, von Leipzig. Der Radebeuler Kunstverein Kunst der Lüge e.V. hatte 33 KünstlerInnen zum Thema 30 Jahre Deutsche Einheit eingeladen, 10 Tage auf dem Platz zu wirken. Sie sollten nicht einfach Mehr »

200 Jahre Freischütz. Deutsche Nationaloper oder romantische Gruselstory?

Als ich 1978 als Lehrerin für Physik und Mathematik an einer Polytechnischen Oberschule in Coswig gefragt wurde, ob ich nicht noch für Musikunterricht einspringen könnte, dachte ich mir: Warum nicht? Ich sang gern und drei Jahre Klavierstunde konnte ich auch aufweisen. Richtige Musiklehrerinnen und Musiklehrer mögen den Kopf schütteln, aber mir meine Naivität verzeihen. Die Mehr »

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