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Mit Felix Meyer poetisch durch das Jahr
So., 1. Feb.. 2026 – 00:13
Korrespondenz aus einer Nachbargemeinde
So., 1. Feb.. 2026 – 00:13
LÁZN? heißt im Tschechischen übersetzt „Bad“, im Sinne von „Kurbad“. Man fährt nach Mariánské Lázn?/Marienbad oder z.B. Lázn? Teplice/Teplitz, um Knochen oder Sonstiges zu kurieren, eine Moorpackung verabreicht zu bekommen oder – zum Glück aus der Zeit gefallen – ein öffentliches Wannenbad aufzusuchen. Der alte Kaiser Franz Joseph I. wird in Wien nur mit den Augen gerollt haben, als er erfuhr, dass zu seinem 50-jährigen Thronjubiläum eine solche Einrichtung nach ihm benannt wurde. „Richten‘s aus, es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut…“ Und da sind wir aktuell an einer Stätte in seinem verflossenen Reich: Reichenberg, Liberec. Ob der Trilex von Dresden in zwei Stunden wieder durchfährt, wissen mitunter am frühen Morgen noch nicht einmal die Zugbegleiter. Und seit ich denken kann, hat es in der Lausitz SEV, mal angekündigt und dann doch nicht, mal unangekündigt und dann eben doch. Aber man kommt an. Ab dem Hauptbahnhof in die Tram 3 Richtung Lidové sady/Volksgärten/Zoo. Kartenzahlung am Automaten im Wagen. Nein, Baden gehen will ich mit Ihnen nicht: Im wunderbar restaurierten Reichenberger Lázn? befindet sich nämlich das fünftgrößte Kunstmuseum Tschechiens, das 21000 Kunstwerke aus CZ, D, A, F, NL und anderen Ländern birgt. Die Ausstellungen sind im Wechsel und voller Überraschungen. Es lohnt sich, Museum wie Stadt. Und wenn Sie einmal dort sind, bestellen Sie bitte für mich im Ratskeller ein – nun ja – Stilles Wasser. Zur Kur halt.
Tobias Märksch
Radebeuler Miniaturen
So., 1. Feb.. 2026 – 00:12
Balance-Akt
Ein Geduldsspiel
Auf dem Weg zur Lesung schnell noch etwas trinken…
Während ich auf meinem Hocker vor dem ersten Schluck gebührend die Schaumkrone feiere, sagt Ulrike neben mir, sie habe die Kälte unterschätzt. Ich habe aber alles mit, sagt sie, nimmt ihren Rucksack und verschwindet mit den Worten, bin gleich zurück.
Na, was Frauen so unter „gleich“ verstehen…
Jedenfalls hab ich jetzt Zeit, in Ruhe noch einmal den Leseplan zu überdenken, an zwei Stellen die Reihenfolge zu ändern, ein paar neue Zeilen einfließen zu lassen, alles gründlich in Frage zu stellen und dann doch zu beschließen, daß es gut ist, – in kleiner werdenden Schlucken das Bier auszutrinken, noch ein „kleines“ zu bestellen, ihm freudig entgegen zu sehen, und unendlich viel Geduld aufzubringen.
Aber da kommt sie auch SCHON mit einem strahlenden Lachen im Gesicht.
War gar nicht so einfach, sagt sie in mein mißbilligendes Lächeln hinein, du mußt dir das bildlich vorstellen: Auf einem Bein stehend, den anderen Schuh ausziehen dann das Hosenbein abstreifen, ohne es auf den Fußboden fallen zu lassen, dann mit der dritten Hand die Strumpfhose übern Fuß ziehen, dabei den richtigen Fuß erwischen, die Hose wieder drüberziehen und in den Schuh steigen. So – und dann das Ganze mit dem anderen Bein noch einmal. Ich hätte mich ja nicht sehen wollen.
Viel konnte nicht passieren, sag ich, noch immer etwas gequält lachend, die Boxen sind so eng, daß du nicht weit hättest fallen können.
Ach du, sagt sie enttäuscht, wenn du schon nicht lachen kannst, könntest du wenigstens meine Balance-Akte bewundern…
Ich bewundere dich zutiefst, sag ich. Vor allem aber bedaure ich – und zwar zum ersten Mal – daß versteckte Kameras auf Damentoiletten verboten sind – wenns auch nicht viel Akt war, mit der Balance -Nummer hätte es endlich wirklich mal was zum Lachen gegeben in den so-schalen Medschen …
Thomas Gerlach
Glosse
So., 1. Feb.. 2026 – 00:11
Hinterher und vorneweg
Das dumme an diesem Heft ist: Man hinkt immer hinterher! Vielleicht sollte ich meine Glossen zu allererst auf unserer Internetseite www.vorschau-rueckblick.de veröffentlichen und im Heft nur noch auf diese Seite verweisen. Das hätte auch den Vorteil, dass das Heft nur aus wenigen Seiten bestehen brauchte, vorausgesetzt, die anderen Autoren ließen sich von dem genialen Vorschlag überzeugen. Auch könnte der Verein jede Menge „Kohle“ sparen. Klar hätten dann die ewigen Fortschrittsverweigerer das Nachsehen, aber ökonomisch wäre das überaus sinnvoll, zumindest, was den Papierverbrauch betrifft. Zum Schiffchen-Bauen oder Sterne-Basteln sind mir meine Glossen denn wirklich zu schade. Dafür will ich mir die ganze Arbeit nun doch nicht machen.
Aber im Februar über das vergangene Weihnachten zu schreiben, ist ein wenig so, wie wenn sich jemand darüber alteriert, dass im letzten Dezember die Meyers ihren Fußweg nicht ordentlich vom Schnee beräumt hätten. Also, nur mal so angenommen: Wir hatten ja in Dezember überhaupt keinen Schnee, weil eben Radebeul nicht im oberen Erzgebirge liegt. Hier war nix mit weißer Weihnacht!
Um aber dennoch dieses wohlige Weihnachtsgefühl aufkommen zu lassen, habe ich mich mit meiner Frau ins Auto gesetzt. Nein, nicht was Sie vielleicht jetzt denken, wir sind nicht nach Rehefeld gefahren, um die ein-Zentimeter dicke Schneedecke zu bewundern. Wirklich schön soll ja das Weihnachten eh nur im Erzgebirge sein. Aber wir sind halt waschechte Lokalpatrioten! Also wollten wir wissen, wie die Radebeuler mit den heiligen Feiertagen umgehen. Und am ehestens bekommt man das heraus, wenn man sich die Festtagsbeleuchtung ansieht.
So fuhren wir am 24. durch die Villenvierten der Ober- und Niederlößnitz. Und was wir da zu sehen bekamen übertraf jedwede Erwartung. Gestartet sind wir im Westen der Stadt, immer hart an der Hangkante entlang. Auf den ersten paar Kilometern waren wir wirklich enttäuscht. Nur an einzelnen Gebäuden konnten wir einigermaßen akzeptable Illuminationen feststellen. Bei einer ganzen Reihe von Häusern waren die Fenster dunkle Höhlen, kein beleuchteter Tannenbaum im Garten und keine Lichtermatten an der Garage. Hier sollte die Stadtverwaltung doch mindestens eine Rüge wegen fehlender Festtagsbeleuchtung aussprechen. Einige wiederum hatten wenigstens ein kleines spärliches Lichtlein auf dem Fensterbrett.
Ein völlig anders Bild bot sich uns, als wir in die Region gelangten, die man allgemein unter den Begriff Radebeul-Mitte zusammenfassen könnte. Hier ging einem wirklich das Herze auf. Allem voran natürlich die prächtige Ausstattung der gesamten kurfürstlichen Anlage von Hoflößnitz. Die vielen Herrnhuter Sterne in den Bäumen und besonders die mit Lichterbändern geschmackvoll verzierten Umfassungsmauern des Anwesens stellten alles ringsherum in den Schatten. Aber auch andere Grundstücke waren prächtig ausstaffiert. Gen Osten freilich nahm die Ausschmückung der Gebäude und Gärten wieder ab, wenngleich es auch hier eine ganze Reihe guter Beispiele zu nennen gäbe. So konnten wir beispielsweise in der Waldstraße einen Wohnblock ausmachen, dessen vorbildliche Hausgemeinschaft dafür gesorgt hatte, dass alle Fenster des Gebäudes mit einer ordentlichen Festbeleuchtung ausgestattet waren.
Aber auch die Stadt hatte sich nicht lumpen lassen. Besonders unsere zentralen Einkaufs-Prachtstraßen in Ost und West wurden mit Lichterketten reichlich ausstaffiert, und die von einer Künstlerin erschaffenen Laternen auf dem Anger hingen diesmal sogar bis zum 4. Advent. Den „Vogel“ aber hatte zweifelsfrei im vergangenen Jahr der West-Weihnachtsmarkt abgeschossen. Der konnte glatt mit dem Herbst- und Weinfest konkurrieren. Ganze Busladungen wurden „ausgeschüttet“. Die Besucher kamen gefühlt aus der halben Bundesrepublik.
Wenn man auch den Glanz der Hoflößnitz nun weit über die Weihnacht hinaus erleben kan, so braucht es doch künftig noch gewaltige Anstrengungen, um an das Niveau von Mauersberg nur annähernd heranzureichen, wo nahezu jedes Haus der Gemeinde im Lichterglanz erstrahlte, meint
Euer Motzi
„Drauf geschissen!“
So., 1. Feb.. 2026 – 00:10
Karikaturenpreis in Radeburg vergeben

Dieser volkstümliche Spruch, der so viel bedeutet wie „hat sich erledigt“ oder „macht mich nicht mehr an“, gewinnt in diesen Tagen eine ganz andere Bedeutung angesichts der Vergaben des „Heinrich-Zille-Karikaturenpreises“ am 11. Januar im Ratssaal der sächsischen Kleinstadt Radeburg.
Dieser jährlich ausgelobte Preis – 2026 unter dem Motto „Jetzt kracht’s! Das Leben ist ein Pulverfass“ – wird von der Stadt Radeburg zusammen mit der Galerie Komische Meister in Dresden vergeben. Und das mit dem „Pulverfass“ haben viele der 60 beteiligten Karikaturisten wörtlich genommen und das gegenwärtige kriegerische „Säbelrasseln“ großer und kleiner Protagonisten des Weltzirkus‘ in ihren Arbeiten mit drastischen wie satirisch spitzen Grafiken zum Ausdruck gebracht.
Die Stadt Radeburg nimmt ihre Verantwortung für den deutschlandweit ausgeschriebenen Wettbewerb sehr ernst. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bürgermeisterin Michaela Ritter gleich nach der Eröffnung durch Mario Süßenguth von der Galerie Komische Meister deutliche Worte zu der aktuellen unverantwortlichen Kriegstreiberei fand. So kritisierte sie „die alte[n] weiße[n] Männer“, die gegenwärtig lieber Panzer produzieren lassen, als marode Brücken zu sanieren. Offensichtlich hat eine weit vom politischen Machtzentrum entfernte Bürgermeisterin aus der Provinz einen klareren Blick auf die weltpolitische Lage, als ein Kanzler, der sich unlängst über einen Piratenakt der USA eine windelweiche Erklärung abgerungen hatte.
Die Stadt als auch die Bürgermeisterin, die von Süßenguth als „unermüdliche sächsische Zille-Botschafterin“ gewürdigte wurde, fühlen sich ihrem großen Sohn und Ehrenbürger, dem Zeichner und Karikaturisten Rudolf Heinrich Zille verpflichtet, ehren ihn mit einem Museum, einer Straße seines Namens und eben mit jenem „Heinrich-Zille-Karikaturpreis“, der dieses Jahr zum achtem Mal vergeben wurde. Zille, dessen Geburtstag sich in zwei Jahren zum 170. Mal jähren wird, hat mit seinen Zeichnungen, die oft keiner weiteren Erklärungen bedürfen, nicht nur Freude bereitet, sondern auch Kritik an den sozialen Verhältnissen Anfang des 20. Jahrhunderts geübt.
Ohne Worte kommt auch die von der Leipzigerin Ulrike Wodner eingereichte und nun mit dem „Heinrich-Zille-Karikaturpreis“ geehrte Arbeit aus. Mit einer gezeichneten Taube und einem ebenso dargestellten Panzer ist schon fast alles ausgedrückt. Nur noch eine Kleinigkeit fehlt: „Drauf geschissen!“.
Die aus der Wut über den aktuellen Zustand der Welt heraus geschaffene Karikatur – so die Schöpferin – könnte konkreter und klarer die Meinungen der Menschen und ihrem Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben nicht ausdrücken. Das Grundgesetz jedenfalls will keinen Staat, der das Militär ins Zentrum der Politik stellt und auch die Bürger nicht. Deshalb lehnen 71 Prozent der jungen Männer im Alter von 16 bis 29 Jahren den Dienst in der Bundeswehr ab. Leider völlig vergessen hat man in der Politik die berühmte Schrift von Immanuel Kant „Zum ewigen Frieden“ aus dem Jahre 1795, der darin den „Krieg als größte Geißel der Menschheit“ beschreibt.
Die Arbeit von Ulrike Wodner wurde von einer 11-köpfigen Jury unter über 500 Einsendungen ausgewählt, deren Themenvielfalt vom „Kampf am Gartenzaun bis zur globalen Bedrohung“ reichte. Der Auszeichnungsakt an jenem Sonntag in Radeburg wurde auch getragen von der ausgezeichneten Laudatio von Andreas Berger vom MDR.
Peter Ufer von der Galerie Komische Meister gab einen kleinen Einblick in die vielgestaltigen Arbeiten der Ausstellung, die im Anschluss an die Ehrung im Zillemuseum zu bewundern war. Sie ist in Radeburg noch bis zum 14. April zu bewundern und wird auch in der Galerie Komische Meister zu sehen sein.
Der „Heinrich-Zille-Karikaturpreis ist ein Werk von Vielen. Neben den beiden Veranstaltern und dem Museum haben bisher sechs Sponsoren den Wettbewerb mitgetragen, aktuell REWE-Petz und von Beginn an das Ideenwerk Radeburg, welches den Publikumspreis ermöglicht.
Die Vergabe des Zillepreises an die Karikaturistin Ulrike Wodner setzt auch ein aufmunterndes Zeichen dafür, unerschrocken für eine friedliche Welt einzutreten.
Karl Uwe Baum
20. Thematischer Filmclubabend
So., 1. Feb.. 2026 – 00:08
Zum Auftakt unserer Veranstaltungsreihe Film Club Mobil sind wir auch in diesem Jahr wieder zu Gast in der Heimatstube Naundorf. Die liebevoll ausgestalteten Museumsräume bieten den stimmungsvollen Rahmen für den DEFA-Märchenfilm „Das blaue Licht“ aus dem Jahr 1976. Ein loderndes Kaminfeuer, geheimnisvolle blaue Lichter, kleine Leckereien und würzige Heißgetränke stimmen auf den winterlichen Filmclubabend am 26. Februar ein. (s. Terminteil)
Das Grimmsche Märchen diente dem gleichnamigen DEFA-Film als Vorlage. Iris Gusner (geb. 1941), welche Regie führte, hat auch das Drehbuch geschrieben. Es war Gusners einziger Märchenfilm. Zu ihren erfolgreichsten Arbeiten zählt wohl das filmische Gruppenporträt über Arbeiterinnen eines Glühlampenwerkes „Alle meine Mädchen“ (1980).
Die Handlung des Märchens erfuhr in der Verfilmung eine inhaltliche Erweiterung durch zahlreiche eigenständige Episoden und zusätzliche Figuren. So wurde u. a. im Unterschied zur Grimmschen Vorlage eine weitere junge Frau in Beziehung zum Hauptakteur gesetzt: Die eine, freundlich, zugewandt, klug und fleißig, die andere, launisch, eingebildet, dumm und faul. Soziale als auch moralische Aspekte werden angesprochen. Und so ist es auch konsequent, dass sich der ausgediente Soldat Hans für die Kellnerin Anne entscheidet, weil er nicht mehr sein will, als er ist – ein einfacher Bauer, der rechtschaffen und in Frieden sein Leben leben will.
Die Filmfreunde können sich auf zahlreiche Szenen freuen, die voller Wortwitz sowohl schelmisch als auch boshaft und lebensklug anmuten. Die Dialoge sind sehr facettenreich angelegt und die Spielfreude der Darsteller steigert das Vergnügen. In den Rollen sehen wir zahlreichen namhafte Schauspieler, die auf der Bühne und in Filmen sehr erfolgreich waren bzw. noch immer sind.
DEFA-Märchenfilm „Das blaue Licht“
1976, DDR, 82 Minuten, FSK 0
Regie und Drehbuch: Iris Gusner; Musik: Gerhard Rosenfeld; Besetzung: Viktor Semjonow, (Soldat Hans), synchronisiert von Jacky Schwarz; Fred Delmare (Männlein); Günter Schubert (Räuber); Marylu Poolmann (Hexe); Blanche Kommerell (Kellnerin Anne); Katharina Thalbach (Prinzessin); Helmut Straßburger (König); Jacky Schwarz (Häscher Knut); Reinhard Lakomi (Gesang)
Handlung: Der Krieg ist vorbei. Die Soldaten kehren heim. Der König hat sie um ihren Sold betrogen. Aber nur Hans will beim König sein Recht einfordern. Kaum hat er sich nunmehr allein auf den Weg gemacht, wird er von einem Räuber überfallen. Der Versuch, ihn auszurauben, misslingt und der Soldat gibt dem Räuber sogar noch gute Ratschläge, wie der seine gestohlene Kanone zum Funktionieren bringen könnte.
Als Hans an einem Haus vorbeikommt, bittet er die Bewohnerin um ein Nachtlager sowie um Speis und Trank. Aber dafür soll er einige Gegenleistungen erbringen und zu guter Letzt noch ein Licht aus dem Brunnen holen. Hans steigt hinab, nimmt das blau strahlende Licht an sich und will es aber erst übergeben, wenn er mit beiden Beinen wieder auf festem Boden steht. Jetzt zeigt die Hexe wütend ihr wahres Gesicht und stößt ihn zurück in den Brunnen. Hans muss erkennen, dass er ein Dummkopf ist: Erst hatte er sich an den König verkauft und nun an eine Hexe. Umgeben von Skeletten zündet er sich an dem blauen Licht seine letzte Pfeife an. Und plötzlich erscheint ein Männlein, dass ihm fortan zu Diensten sein will. Da sich im Brunnen auch die gestohlenen Schätze der Hexe befinden, füllt er sich – vom Männlein ermutigt – damit seine Taschen und findet mit dessen Hilfe aus dem Brunnenschacht heraus.
In einem Wirtshaus bezieht Hans Quartier und findet an der freundlichen Kellnerin Anne Gefallen.
Obwohl er jetzt genügend eigene Thaler besitzt, lässt er sich trotzdem nicht davon abbringen, beim König seinen ausstehenden Sold einzufordern. Im Schloss wird gerade die „siegreiche Schlacht“ gefeiert. Die Zeremonie der Ordensverleihung verkommt zur Groteske. Hinter der Fassade des königlichen Schlosses geht es grobschlächtig zu. Die „feine Gesellschaft“ wirkt infantil. Nur der Soldat Hans bietet dem König mutig die Stirn. Aber das fordert den Zorn des Königs derart heraus, dass er ihn eigenhändig erwürgen will. Doch das Männlein lässt „seinen Herrn“ quasi in letzter Minute unsichtbar werden.
Kaum gerettet, sinnt Hans auf süße Rache und treibt mit des Königs Tochter seinen Schabernack. Er entführt sie in der Nacht in seine Wirtshauskammer und lässt sie als Magd niedere Dienste verrichten. Das sorgt für Spott. Schnell fällt der Verdacht auf den Fremden im Wirtshaus, welcher jetzt überall gesucht wird. Hans gerät in die Fänge des Häschers Knut und landet im Verlies. Die Pfeife und das blaue Licht können ihm nicht helfen, hatte er sie doch im Wirtshaus vergessen. Aber er kann den Wächter überreden, ihm seinen Ranzen zu bringen.
Hans scheint dem König zu imponieren, gern würde er ihm das Leben schenken, wenn er in seine Dienste tritt. Hans hingegen meint, dass sich nur ein Esel ein zweites Mal an den König verkaufen würde. Nun gibt es keine Rettung mehr. Eine letzte Bitte wird dem Delinquenten gewährt. Unterm Galgen darf er sich noch eine Pfeife anzünden. Wie erhofft, erscheint das Männlein. Ein furchtbarer Sturm bricht los und die Anwesenden ergreifen panisch die Flucht. Schließlich sprengt auch noch der Räuber den Galgen in die Luft. Wie war das doch: „Die Macht hat der, der sie zu gebrauchen weiß…“. In Todesangst bietet der König seine eigene Tochter feil. Doch Hans lehnt angewidert ab, hat er doch mit seiner Anne eine bessere Braut gefunden. Ende gut, alles gut?
Karin Baum und Michael Heuser
Sprecher der Cineastengruppe „Film Club Mobil“ im Radebeuler Kultur e.V.
Anmerkung: unter Verwendung von verschiedenen Filmbegleitmaterialien und Wikipedia-Eintragungen
Ein Besuch im „Reparatur-Café“ Coswig
So., 1. Feb.. 2026 – 00:07
Wie kommt der Lohse denn nun auf diese Sache abseits von seinen üblichen Themen – alte Häuser, Denkmalpflege und Kunst – wird der Leser fragen? Beim zweiten Hinschauen wird man erkennen, Denkmalpflege und die Reparatur einer Kaffeemaschine haben vielleicht doch etwas Gemeinsames. Hier und da ist es eine Maßnahme zum Erhalt eines geschätzten oder nützlichen Gegenstandes, z.B. eines alten Winzerhauses hier oder einer sich im privaten Haushalt als nützlich erwiesenen elektrischen Maschine da. Es gilt, dem Abbruch eines Denkmals zuvor zu kommen und da ist es das Ausbremsen der überall im Lande zu erlebenden Wegwerfgesellschaft. Darin sehe ich durchaus etwas Positives!

Der Name „Repair-Café’“, zuerst begegnete ich ihm in Bonn, ist wohl etwas weit hergeholt aber üblich, verständlicher wäre hier das Wort Reparaturstützpunkt. Sowas gibt sie es meines Wissens deutschlandweit, nur ist das Angebot der Leistungen örtlich verschieden. In Coswig liegt der Schwerpunkt auf Reparaturen von mechanischen und elektrischen Haushaltgeräten kleiner und mittlerer Größe. Das hängt sowohl mit den räumlichen Verhältnissen, als auch mit der personellen Besetzung des Stützpunktes (ich sah hier nur aktive Männer) zusammen. Die Sache scheint nicht auf Coswiger als Kunden beschränkt zu sein, denn ich wurde als Radebeuler Bürger nicht weggeschickt. In unserem Falle liegt die Betonung weniger auf Café, mehr auf „Repair“. Obwohl, es kann schon vorkommen, dass, wenn eine Kaffeemaschine erfolgreich repariert wurde, man einen Probedurchlauf von mitgebrachtem Kaffee vereinbart und so noch etwas länger in der arbeitsamen Gemütlichkeit des ehemaligen Ladens verweilt.
Wie ist die „Truppe“ des Reparaturstützpunktes eigentlich organisiert? Die vier, fünf älteren Herren (es müssen nicht immer alle da sein) sind als Verein organisiert und arbeiten als Rentner auf freiwilliger Basis, einer ist der Vorsitzende des Vereins „Coswig – Ort der Vielfalt“ e.V.. Sie waren alle in handwerklichen Berufen, z.T. auch als Ingenieure, tätig gewesen und zehren so im Ruhestand noch von ihren Erfahrungen in der Praxis. Jeder hat einen eigenen, gut bestückten Werkzeugkasten dabei und weiß damit umzugehen. So habe ich gestaunt, wie viele Schraubendreher es da gibt, z.B. „Kreuzschlitz mit Magnetfunktion“. So was hätte ich nicht Zuhause gehabt! Es ist schon mal erstaunlich, wie systematisch und ruhig die Kollegen an so ein „krankes Gerät“ herangehen: als erstes erkennen sie, ob es ein VEB-Gerät ist oder ob es was neueres aus China ist. Das Öffnen des Gerätes ist reine Routine, die Schrauben werden sicher abgelegt, damit dann beim Zusammenbau keine fehlt. Dann wird die Maschine „abgeklingelt“ und so schließlich der Fehler erkannt. Nun wird die Ersatzteillage geprüft und mit dem Kunden erörtert, ob die Reparatur möglich ist, bzw., ob sie sich für den Kunden lohnt. Es kommt eher selten vor, dass dem Kunden gesagt wird, die Reparatur wäre unwirtschaftlich teuer und abgeraten wird sie durchzuführen. Wenn das kaputte Teil im Großhandel beschafft werden muss, kann der Kunde es bestellen und später herbringen oder ein Kollege übernimmt die Bestellung, wenn der Kunde dafür einen Auftrag erteilt. Dann vereinbart man sich zu einem neuen Termin, das gelieferte Teil wird eingebaut und das Gerät geprüft. Nun kommt Geld ins Spiel: dem Kollegen, der das Ersatzteil bestellt hat, wird die Rechnung dafür beglichen, er hatte ja Auslagen. Davon unberührt bleibt der Teil, den der Kunde je nach Zufriedenheit und nach Ermessen in eine bereit stehende Kasse wirft und sich für die erbrachte Leistung bedankt. So funktioniert das!
Das Betriebsklima unter den Vereinsmitgliedern ist entspannt, man diskutiert Reparaturprobleme ruhig und sachlich. Gelegentlich kann man auch einen Scherz erleben, wenn ein Kunde Sachbegriffe fehlerhaft anwendet, z.B. sagt, die Birne brennt nicht mehr. Dann kann’s passieren, dass man ihn fragt, ob er schon im Obstgeschäft war und da gefragt hat. Als Stützpunkt kann ein ehemaliger Laden der Ladenzeile der Plattenbauhäuser der 70er Jahre in der Lindenauer Straße 29 genutzt werden. Die Öffnungszeiten sind Dienstags von 18 bis 20 Uhr und Donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Schade, dass die drei ausgewiesenen, nahen Parkplätze meist belegt und andere weiter weg sind.
Ich war 2025 mit meiner Kaffeemaschine und später mit einer Mikrowelle hier sehr gut bedient worden. Macht weiter so!
Dietrich Lohse
Zum Abschied: Rückblick auf 35 Jahre Radebeul
So., 1. Feb.. 2026 – 00:06
von Ulfrid Kleinert

Ich freue mich darüber, dass „Vorschau und Rückblick“ mir angeboten hat, einen kleinen persönlichen „Rückblick“ auf 35 Jahre Radebeul zu schreiben.
Ich bin 1941 in Dresden geboren, nach der Flucht meiner Mutter ab 1945 in Westfalen aufgewachsen und seit Studienzeiten (ab 1962) jedes Jahr in Dresden (und Ostberlin) gewesen, aber bis 1989 immer an Radebeul vorbeigefahren. Von 1991 an lebe ich nun bis heute die längste Zeit meines Lebens zusammen mit meiner Frau Angelika und (bis 2003) unserem Sohn Tobias an einem Ort: erst in Radebeuls Karlstr. 4 als Mieter, dann ab 1999 in der Käthe-Kollwitzstr.17 als Haus(instandsetzungs)besitzer. Die Verbindung mit dem Diakonischen Werk Sachsen, das in Radebeul seinen Sitz hat, und die Gründung der Evangelischen Hochschule (ehs) in Dresden hatten uns hierhergeführt. Am Ende des 1. Semesters mit dem ersten Studiengang von 50 Sozialarbeits-Studierenden (es kamen halbjährlich 50 pro Studiengang dazu, bis es 800 waren) wurde ich im Januar 1992 in einem Gottesdienst in der Friedenskirche (FK) als Gründungsrektor verpflichtet; ich hatte bereits 20 Jahre zuvor in Hamburg die Ev. Fachhochschule des Rauhen Hauses mit aufgebaut.
Die ersten Jahre war ich von morgens bis abends fast täglich in der ehs, habe nur gelegentlich mal in der Dresdner Kreuzkirche, mal in der FK gepredigt. Das änderte sich kurz vor der Jahrtausendwende. Eine geregelte Frei-Zeit ließ jetzt Luft für lokales ehrenamtliches Engagement.
Ich ging da wöchentlich als Vorsitzender des Gefängnisbeirats und Vereinsgründer des „HAMMER WEG e.V.“ ins neu gebaute Dresdner Gefängnis am Hammer Weg. Und organisierte gemeinsam mit Pfarrer Wolfram Salzmann und Thomas Gerlach in der FK allwinterlich monatliche kulturelle und politische Abende unter dem Titel „(Nicht nur) Reden in Kötzschenbroda“. Von den meist sehr lebhaften und gut besuchten insgesamt 70 Abenden seien hier drei kurz skizziert: einer mit Gefängnisinsassen, einer mit Nikolaus aus Myra und einer mit den 7 Radebeuler OB-Kandidaten vor der Wahl 2000.
1. Acht Männer und Frauen kamen aus der Dresdner JVA (Justizvollzugsanstalt) zu uns in den mit Kreidestrichen als Gefängnistrakt ausgemalten Luthersaal. Sie berichteten uns von ihren Gefängniserfahrungen. Vier von ihnen waren rechtskräftig verurteilte Männer und Frauen, die anderen vier ehrenamtliche freie Mitarbeiter*innen des HAMMER WEG e.V. Am Ende konnten sich alle Besucher gut vorstellen, was alles im Gefängnis passiert. Keiner der Besucher aber war sich sicher, wer von den Gästen ein „Krimineller“ war, und wer nicht. Alle 8 waren als Menschen erkennbar geworden, mit denen man sich mal gut, mal weniger gut verstand. Der Berichterstatter der SZ vermutete deshalb, dass wir wohl nur „harmlose“ Straftäter eingeladen hätten. Tatsächlich aber waren auch Gefangene mit längeren Haftstrafen dabei. So zeigte sich, dass Straftäter Menschen sind wie andere auch, wenn man sich bemüht, sie etwas näher kennen zu lernen. In gut begleiteten „freien Formen des Justizvollzugs“ könnten viele diese Erfahrung zwar nicht mit allen, aber doch mit einer größeren Anzahl der heute Gefangenen machen. Die vielen Millionen Euro, die heute für große Gefängnisse ausgegeben werden, könnten da besser angelegt werden.
2. Am 6. Dezember 2002 kam Nicolaus von Myra in seinem Bischofsgewand nach Radebeul und erzählte aus seinem Leben: wie er es im 4. und 5. nachchristlichen Jahrhundert in Kleinasien geführt hatte. Und was ihm aktuell auf seinem Weg in die Lößnitz begegnet ist und was er da kritisch beobachtet hat. Seine Radebeuler Rede wurde so bekannt, dass sie auch die „Frankfurter Rundschau“ deutschlandweit abdruckte. Und das polnische Spiegel-Magazin, das die Radebeuler Rede in Warschau – selbstverständlich in polnischer Übersetzung – wiedergab. Zu einer aktuellen Neuauflage kam Nikolaus 22 Jahre später noch einmal nach Radebeul. Das war2024 zur 70. und letzten Folge von „(nicht nur) Reden in Kötzschenbroda“ – und ist jetzt in einem Heftchen des Radebeuler Notschriftenverlags nachzulesen.
3. Am Anfang unseres Jahrtausends kandidierten mal 7 Politiker für das Amt des OB von Radebeul. Sie mussten sich in zeitlich genau begrenzten kurzen Reden an einem Vor-Wahlabend im Luthersaal zu Fragen äußern, die ihnen von den Reden-Moderatoren gestellt wurden. Am Ende gewann Bert Wendsche die Rededuelle und zum ersten Mal auch die OB-Wahl – damals sehr zum Wohle der Stadt und als von den Grünen und der SPD unterstützter Kandidat, von denen er sich anschließend in Richtung CDU verabschiedete.
Über ein halbes Jahr danach erkundigten sich die Redenmoderatoren Gerlach, Kleinert und Salzmann beim neugewählten OB, wie es um sein im Luthersaal gegebenes Wahlversprechen stehe: er wolle doch dafür sorgen, dass Radebeul nicht nur Wein- und Wohnstadt sein, sondern auch wieder Friedensstadt werden solle. Das Gespräch wurde zur Geburtsstunde des Radebeuler Couragepreises. Zunächst sollte ein Verein als freier Träger für eine Friedensinitiative gegründet werden. Der sollte einen von der Stadt bezahlten Preis für besonderes Engagement vergeben. Auf Vorschlag des Vereinsmitglieds F.W. Junge wurde einvernehmlich der Name von „Friedenspreis“ in „Couragepreis“ geändert, weil es schon viele Friedenspreise gebe, aber nur wenige für mutiges Engagement im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. Auch sollte unterschieden werden zwischen einem mit 5000 € dotierten internationalen Preis und einem regionalen ohne Preisgeld. Beide Preise sollten in zweijährigem Rhythmus am 27. August verliehen werden. Denn am 27.8. 1645 wurde in Kötzschenbroda durch einen mutigen Waffenstillstand zwischen Sachsen und Schweden fast drei Jahre früher als andernorts der 30jährige Krieg couragiert beendet.
Der Verein hat bisher gute und weniger gute Erfahrungen mit seinen Entscheidungen für die internationalen Preisträger aus Russland, Belarus und Rumänien gemacht. Vor allem aber hat er seinem Namen keine Ehre gemacht, als er keine Courage hatte, interne Konflikte offen auszutragen. Vielleicht gibt es in diesem Jahr eine neue Chance, da mit dem Belarussen Maxim Znack zurzeit ein würdiger Kandidat im Gespräch ist. Znack war 2022 juristischer Verteidiger von Maria Kolesnikowa, die damals überall bekannt wurde, als sie bei Demonstrationen gegen den Wahlfälscher und Diktator Lukaschenko in Minsk mutig voran ging und ihre Hände mit den Zeigefingern zu einem Herz formte. Sie und ihr Anwalt Znack wurden daraufhin verhaftet und inhaftiert – bis ein Deal zwischen den Diktatoren Trump und Lukaschenko vor zwei Monaten beider Freilassung ermöglichte nach der Devise: ich unterstütze dich wirtschaftlich und du lässt politische Gefangene frei, damit ich vielleicht doch noch mal den Friedensnobelpreis erhalte. Die Freigelassenen leben nun in Litauen und Polen. Wer Znack kennenlernen möchte, lese sein im Berliner Suhrkamp-Verlag in deutscher Sprache erschienenes Gefängnistagebuch, das er „Zekamerone“ nennt.
Radebeul liest, Programm 1. Woche
So., 1. Feb.. 2026 – 00:05
Sonntag, 1. März, 16 Uhr, Weingewölbe, Hoflößnitzstr. 82
Zum Auftakt geht´s an einen ungewöhnlichen Ort: einen ehemaligen Bunker im Weinberg. „RADEBEUL Ein Lese Buch“ aus dem Notschriftenverlag verrät, was es damit auf sich hat. Thomas Gerlach und Jürgen Stegmann lesen Geschichten und Gedichte aus und über Radebeul. Den passenden Wein dazu sowie einen kleinen Imbiss hält Winzer Thomas Teubert parat.
Montag, 2. März, 17.30 Uhr, Stadtbibliothek Ost, Sidonienstr. 1c
Der Kulturverein der Stadtbibliothek lädt zum Gespräch über Literatur. „Nikolai Karasim: Briefe eines russischen Reisenden“. Ein junger russischer Adliger unternimmt Ende des 19. Jhd. eine Reise durch Westeuropa und kommt in Paris mit der französischen Revolution in Berührung.
Dienstag, 3. März,19 Uhr, Gartenzimmer im Lutherhaus der Friedenskirche, Altkö 40
„Frauen & Männer – Männer & Frauen“ . Der Dresdner Autor und Pfarrer i.R. Hans-Jörg Dost erzählt vom tatsächlichen Leben. Musikalisch wird er von Norbert Arendt am Flügel begleitet. In jeder Geschichte sind Frauen und Männer, Männer und Frauen für einander von unübersehbarer Bedeutung – in ihrer Verfehlung wie auch zu ihrem Glück.
Donnerstag, 5. März, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Ost, Sidonienstr. 1c
Lesung mit musikalischer Begleitung: Jürgen Stegmann liest aus „Landesbühne“ von Siegfried Lenz. Während einer Theatervorstellung in der JVA verlassen Häftlinge mit dem Bus der Landesbühne das Gelände. Bei einem Volksfest werden sie für die lang erwarteten Schauspieler gehalten. Jetzt müssen sie all ihr Talent einsetzen, damit der Schwindel nicht auffliegt.
? Voranmeldung notwendig: Stadtbibliothek Radebeul-Ost, Tel. 0351 8305232 oder bibliothek@radebeul.de
Freitag, 6. März, 18.30 Uhr, Flack`s Getränkehandel, Hoflößnitzstr. 3
Cara Catalina Fox & Tabea Weingardtner erzählen Begebenheiten rund um die Fortbewegung auf zwei Rädern… ob auf dem Drahtesel oder der Harley Davidson: mit Charme, Witz, Dramatik und Tiefgang. Lebendig, authentisch, ungeschminkt und kurzweilig.
Samstag, 7. März, 14 Uhr bis „open end“, Lößnitzbar – Lokal & Bühne, Fabrikstraße 47 (am Lößnitzbad)
Die „Lößnitzbar“ beendet ihre Winterpause – mit zwei Lesungen am gemütlichen Kamin und Weltmusik am abendlichen Lagerfeuer.
14 Uhr: „Böhmische 21“ heißt der Erzählband von Edward Güldner, aus dem Schauspieler Michael Heuser liest, musikalisch begleitet von Peter „Salbei“ Schlott. Geschichten aus der Dresdner Neustadt – Geschichten aus der wilden und anarchischen Wendezeit.
17 Uhr: Monika Groth erzählt eine Geschichte über Freiheit, Musik und Erwachsenwerden. „Mixtape of an Eastern Girl“ ist ein autofiktionaler Roman über das Aufwachsen in der DDR, weibliche Selbstermächtigung und Musik als existenzielle Überlebenshilfe. Joni Müller wächst auf zwischen Plattenbau und leiser Rebellion, Sehnsucht und Widerspruch. Musik wird ihr Fluchtpunkt.
19 Uhr: Krambambuli spielt Weltenmusikgroovejazz aus Swing-Manouche, Musette, Osteuropa, Tango & mehr… Besetzung: Akkordeon, Kontrabass, Gitarre, Geige, Klarinette, Drums




